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Um 5,4 Prozent gesunken: Weniger Todesfälle durch Alkohol und Drogen in NRW

Um 5,4 Prozent gesunken : Weniger Todesfälle durch Alkohol und Drogen in NRW

An den Folgen des Konsums von Alkohol oder harten Drogen sind im Jahr 2018 in Nordrhein-Westfalen mit 2891 rund 5,4 Prozent weniger Menschen gestorben als im Jahr zuvor.

Dies teilte das Statistische Landesamt am Montag in Düsseldorf anlässlich des nationalen Gedenktages für verstorbene Drogenabhängige am 21. Juli mit. Bezogen auf alle Sterbefälle des Jahres waren das 14 von 1000. Knapp 2100 waren Männer.

Die weitaus meisten (88,3 Prozent) starben 2018 aufgrund von
übermäßigem Alkoholkonsum. In den übrigen 338 Fällen war der Konsum unter anderem von psychoaktiven Substanzen oder Rauschgift ursächlich für den Tod. Das Sterbealter lag im Schnitt bei 50,1 Jahren. Zehn Jahre zuvor hatte es noch bei 44,7 Jahren gelegen.

In der Städteregion Aachen sind im Jahr 2018 insgesamt 77 Menschen im Zusammenhang mit Drogen gestorben. Bei 69 von ihnen war Alkohol der Grund. Der Anteil an allen Todesfällen lag bei 1,2 Prozent. Zehn Jahre zuvor lag diese Zahl noch deutlich höher: Damals sind 123 Menschen gestorben, 102 von ihnen alkoholbedingt und 21 drogenbedingt. Dies war ein Anteil von 2,2 Prozent. Im Kreis Düren starben 43 Menschen (1,3 Prozent), 42 wegen Alkoholmissbrauch. Im Kreis Heinsberg waren es 36 Todesfälle (1,2 Prozent) von denen 32 auf Alkohol zurückzuführen waren. Im Vergleich zum Vorjahr waren es in beiden Kreisen entgegen des NRW-Trends mehr Todesfälle wegen Alkohol und Drogen. Die Todesfälle erreichten den selben Stand von vor zehn Jahren.

Grundlage der Statistik sind laut IT.NRW die Angaben in den ausgestellten Todesbescheinigungen.

(jas/dpa)