Zahlen nehmen weiter ab: Weniger Motorradfahrer bei Unfällen getötet

Zahlen nehmen weiter ab : Weniger Motorradfahrer bei Unfällen getötet

In der diesjährigen Motorradsaison hat sich ein erfreulicher Trend fortgesetzt: Es kamen weniger Motorradfahrer ums Leben als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dennoch bleibt Motorradfahren viel gefährlicher als Autofahren.

In der diesjährigen Motorradsaison sind weniger Motorradfahrer ums Leben gekommen als im Vorjahr. Von Jahresbeginn bis 30. September seien 60 Motorradfahrer getötet worden - vier weniger als im Vorjahr, teilte das Landespolizeiamt in Duisburg auf dpa-Anfrage mit. Es handele sich dabei allerdings um vorläufige Zahlen.

Die Zahl der Motorradunfälle sank im gleichen Zeitraum um 11,6 Prozent von 3477 auf 3072. Verletzt wurden im Jahr 2019 bislang 3122 Motorradfahrer - in den ersten neun Monaten des Vorjahres waren es 3545. Damit bestätigte sich der rückläufige Trend, der sich bereits bei der Halbzeitbilanz abgezeichnet hatte.

Die Zahl schwerer Motorradunfälle geht bundesweit seit Jahren zurück: Von 2000 bis 2018 verringerte sich die Zahl der getöteten Zweiradfahrer um mehr als ein Drittel auf deutschlandweit 620, wie das Institut für Zweiradsicherheit (IFZ) in Essen auf der Grundlage von Zahlen des Statistischen Bundesamtes ermittelt hatte.

Die positive Entwicklung wird unter anderem auf technische Verbesserungen, vor allem ABS-Systeme zurückgeführt. Neuerdings ermöglichen die Systeme kontrolliertes Bremsen sogar in Schräglage und verhindern so vielfach gefährliche Stürze. In Relation zu den gefahrenen Kilometern sind Motorradfahrer laut Institut für Zweiradsicherheit dennoch 21 Mal gefährdeter, im Straßenverkehr zu sterben, als Autofahrer.

(dpa)
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