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In Nordrhein-Westfalen: Weniger Fälle von Datenklau am Geldautomaten

In Nordrhein-Westfalen : Weniger Fälle von Datenklau am Geldautomaten

Jeder dritte versuchte Datenklau an Geldautomaten in Deutschland ist in diesem Jahr bislang in Nordrhein-Westfalen vorgekommen. Das ist dennoch eine gute Nachricht.

Von Januar bis einschließlich November 2020 manipulierten Kriminelle nach Angaben von Euro Kartensysteme in NRW 44 Mal Geldautomaten, um an Daten von Bankkunden zu kommen.

Das ist aber ein Rückgang, denn im gleichen Zeitraum des Vorjahres gab es 56 solcher „Skimming“-Angriffe, im gesamten Jahr 2019 waren es 61 Attacken. Bundesweit wurden bis Ende November 134 „Skimming“-Fälle registriert, nach 227 im Vorjahreszeitraum. Dabei können einzelne Automaten mehrfach angegriffen worden sein.

Das Ausspähen von Kartendaten und Geheimnummern (PIN) an Geldautomaten sei ein „Auslaufmodell“, betonte Euro Kartensysteme. Die Frankfurter Einrichtung kümmert sich im Auftrag der deutschen Kreditwirtschaft um das Sicherheitsmanagement für Zahlungskarten. Der Schaden belief sich bis Ende November 2020 bundesweit auf etwas mehr als eine Million Euro. Dies sei ein Rekordtief.

Im Jahr 2013 beliefen sich die „Skimming“-Schäden in Deutschland noch auf 11,3 Millionen Euro, 2012 wie 2011 waren es sogar jeweils 34 Millionen Euro. Die Branche führt den Rückgang vor allem auf Investitionen in die sogenannte EMV-Technik zurück: Dabei sind Bezahlkarten mit einer Art Mini-Computer ausgestattet, die Karte wird bei jedem Gebrauch auf Echtheit geprüft.

(dpa)