Düsseldorf: Weniger Diebstähle und Einbrüche: Zahl der Straftaten in NRW gesunken

Düsseldorf : Weniger Diebstähle und Einbrüche: Zahl der Straftaten in NRW gesunken

Die Zahl der in Nordrhein-Westfalen erfassten Straftaten ist nach einem Bericht des „Kölner Stadt-Anzeigers” im ersten Halbjahr 2018 erneut deutlich gesunken. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gingen die Delikte um 7,1 Prozent auf 642.107 zurück, wie die Zeitung (Sanstag) unter Berufung auf die Kriminalstatistik schreibt. Das NRW-Innenministerium bestätigte die Entwicklung.

Demnach liegt die Zahl der Taschendiebstähle um 21,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Wohnungseinbruchsdiebstähle seien um 22,8 Prozent zurückgegangen. Die Aufklärungsquote beträgt den Angaben zufolge 53,5 Prozent - der beste Wert seit 1959. Bereits 2017 waren in NRW deutlich weniger Straftaten erfasst worden. Im Gesamtjahr registrierten die Ermittler etwa 1,37 Millionen Delikte und damit 6,5 Prozent weniger als 2016.

Das Minus sei zwar erfreulich, es bestehe aber „kein Anlass, sich zufrieden zurückzulehnen”, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) dem „Kölner Stadt-Anzeiger”. Die absoluten Fallzahlen seien nach wie vor zu hoch, etwa bei den Wohnungseinbrüchen. „Das waren im ersten Halbjahr immer noch 17.747. Ich sage: Jeder davon ist einer zu viel.”

Hohe Zuwächse wurden dem Bericht zufolge etwa bei sexueller Nötigung registriert: Die Fallzahl stieg von 242 auf 350. Bei der Kinderpornografie gab es einen Zuwachs von 2,8 Prozent. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen sank demnach von 82.770 auf 78.726.

Der Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, sagte der Zeitung, in Köln und Düsseldorf sei die Polizei zuletzt konsequent gegen Taschendiebe aus Nordafrika und den Maghreb-Staaten vorgegangen. Die Erfolgsbilanz bei den Wohnungseinbrüchen hänge damit zusammen, dass viele Banden ihren Aktionsraum nach Skandinavien oder in andere europäische Nachbarländer verlagert hätten. „Dort ist das Problembewusstsein noch nicht so ausgeprägt wie bei uns, und die Täter können leichter Beute machen.”

(dpa)
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