Weltnichtrauchertag: Über 122.000 Raucher in NRW erkrankt

Weltnichtrauchertag am 31. Mai : Über 122.000 Raucher in NRW stationär behandelt

Die Zahl der stationären Behandlungen von raucherspezifischen Krankheiten steigt in NRW. Im Jahr 2017 mussten über 122.000 Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern behandelt werden. Die Zahl liegt 27,1 Prozent höher als vor zehn Jahren.

Wie das Statistische Landesamt IT.NRW zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai mitteilt, waren von den insgesamt 122.272 stationären Behandlungen in NRW 68.385 Fälle von chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD). Bei 53.887 Fällen war der Ursprung Krebs in Lunge, Bronchien, Kehlkopf oder Luftröhre.

Der Anteil der Frauen an der Zahl der an raucherspezifischen Erkrankungen Behandelten ist in den letzten zehn Jahren gestiegen. Im Jahr 2007 lag dieser noch bei 37,5 Prozent und ist bis zum Jahr 2017 auf 43,6 Prozent gewachsen.

Das durchschnittliche Alter der Patientinnen und Patienten betrug 69,1 Jahre.

Den Erkrankungen gegenüber steht eine sinkende Anzahl von Rauchern in Nordrhein-Westfalen. Im Mikrozensus 2017 wurde festgehalten, dass 22,6 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren raucht. Im Jahr 2005 lag dieser Anteil noch bei 28,9 Prozent. Der Anteil der starken Raucher an der Bevölkerung, die täglich mehr als 20 Zigaretten rauchen, hat sich im selben Zeitraum von 4,9 Prozent auf 2,4 Prozent mehr als halbiert.

Zurückgegangen ist auch der Anteil jugendlicher Raucher: Im Jahr 2005 gaben noch 29,4 Prozent der Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren an, gelegentlich oder regelmäßig zu rauchen. 2017 lag dieser Anteil bei 16,3 Prozent.

Neben Lungenkrankheiten sind auch Herzerkrankungen ein Risikofaktor beim Rauchen. Dies gilt ebenso für das Rauchen von Shisha-Tabak und E-Zigaretten. E-Zigaretten enthielten zwar weniger Giftstoffe, könnten aber auch zu Herzkrankheiten beitragen, so die Weltgesundheitsorganisation. Dass das Rauchen mit Wasserpfeifen weniger schädlich sein soll als das Rauchen von Zigaretten, ist laut Bundesverband Niedergelassener Kardiologen ein Irrglaube.

Stoffe wie Nikotin, Benzol oder Teer gelangen beim Shisha-Rauchen ungefiltert in die Lunge - und das in erheblichem Umfang. Denn die Zahl der Züge ist beim Shisha-Konsum meist höher als beim Rauchen einer Zigarette, außerdem ist das Volumen jedes einzelnen Zugs größer. Der Nikotinkonsum einer Shisha-Runde ist daher in etwa so hoch wie beim Rauchen von zehn Zigaretten.

(jas/dpa)