Weiterhin Hitze und Unwetter in der Region Aachen/Düren/Heinsberg

Region : Subtropische Luft bringt weiterhin Hitze und Unwetter in die Region

Warme Luftmassen aus subtropischen Gefilden halten Mitteleuropa weiterhin im Schwitzkasten und sorgen für Unwetter. Das ausgedehnte Tiefdruckgebiet „Wilma” bringe bis einschließlich Samstag immer wieder Schauer und örtliche starke Gewitter, kündigte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag an. Die Menschen in der Städteregion Aachen, dem Kreis Düren und dem Kreis Heinsberg müssten sich auf schwere Unwetter einstellen.

Starkregen, Hagel und Sturmböen seien keine Seltenheit. Dabei steigen die Temperaturen vielerorts auf mehr als 30 Grad. Über Nordrhein-Westfalen sind Unwetter weiterhin jederzeit und überall im Land möglich. Ein Schwerpunkt sei eine Linie zwischen Münsterland, Ostwestfalen und Sauerland, sagte Meteorologin Ulrike Zinkner auf Anfrage. Dort sei die Wahrscheinlichkeit von Unwettern mit kräftigen Schauern und starken Böen am größten.

Es ändert sich nicht viel. Laut Eifelwetter suchen auch an Fronleichnam vereinzelt Gewitterfronten die Region heim. Die Temperaturen bleiben dabei nach wie vor sommerlich. In Aachen und Düren sei es mit bis zu 25 Grad weiterhin sehr warm, auch die Sonne zeige sich örtlich. In den Höhenlagen der Eifel werden 22 Grad gemessen.

Am Freitag soll es dann noch mal ungemütlicher werden. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor gewittrigem und länger anhaltendem Starkregen in der Städteregion Aachen, dem Kreis Düren und dem Kreis Heinsberg. Zwischen sechs und 18 Uhr soll gebietsweise etwa 20 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, sodass sich über den gesamten Zeitraum hinweg zwischen 40 und 60 Liter aufsummieren können.

Im Münsterland sorgten Starkregen und Hagel am Donnerstag für vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. In Gronau und Ahaus mussten einzelne Straßen gesperrt werden, weil sie überschwemmt waren, wie ein Sprecher der Kreispolizei Borken sagte. In Schöppingen seien durch die großen Wassermassen Gullydeckel hochgedrückt worden. Für die Region besteht derzeit noch eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes.

Am Freitag bleiben voraussichtlich nur der äußerste Norden, Nordosten und das Alpenvorland vor Gewittern verschont. Vor allem den Südwesten und die Mitte Deutschlands erwarten kräftige Unwetter. Dabei bleibt es sommerlich mit bis zu 25 Grad, abseits der Küste im Nordosten können sogar bis zu 34 Grad gemessen werden. In der Nacht ziehen Gewitter von der Mitte Deutschlands nach Norden und kühlen die Luft auf 19 bis 13 Grad ab.

Der Samstag bringt zunächst weiterhin sommerliche Temperaturen zwischen 20 und 26 Grad, nordöstlich ist es sogar etwas wärmer. Nach örtlichen Gewittern vor allem an der Nordsee bis Südbrandenburg und Ostsachsen zieht „Wilma” allmählich nach Osten ab.

„Am Sonntag scheint sich die Lage etwas zu entspannen. Die Tageshöchsttemperaturen sind mäßig warm bis sehr warm”, sagte Meteorologe Thomas Ruppert vom DWD. Die meisten Gewitter sollten bis dahin durch sein. Im Osten und den Alpen könnte noch etwas Regen fallen, sonst ist es trocken und heiter. Mit 23 bis 29 bleibt es unverändert warm.

(red/dpa)
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