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Messefirma unter Druck: Wassersportmesse Boot ins Frühjahr verlegt

Messefirma unter Druck : Wassersportmesse Boot ins Frühjahr verlegt

Gute Nachricht für Fans mondäner Yachten und schneller Motorboote: Den Branchentreff Boot können sie sich nächstes Jahr in ihren Terminkalender schreiben. Menschen, die sich für andere Nischenbranchen interessieren, müssen sich hingegen in Geduld üben.

Während andere Branchentreffs wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden, soll die Wassersportmesse Boot im nächsten Jahr in Düsseldorf stattfinden. Von Ende Januar wird sie aber auf den Zeitraum 17. bis 25. April verschoben, wie die Düsseldorfer Messe am Donnerstag mitteilte. Wie schon beim Caravansalon im Herbst, der ebenfalls vor Ort und nicht nur virtuell durchgeführt wurde, werde es ein umfangreiches Hygienekonzept geben. Pro Tag werden maximal rund 20.000 Besucher hereingelassen. Mit Plexiglas an Messeständen und großem Abstand zwischen Stühlen sollen Corona-Infektionen verhindert werden.

Im Januar 2020 – also noch bevor die Pandemie Deutschland erreichte – kamen 252.000 Besucher an neun Messetagen zu dem Branchentreff, um sich unter anderem Yachten und kleinere Motorboote sowie Tauch- und Surfvorführungen anzugucken. „Wir haben viel Platz“, betont die Messe und verweist auf eine Fläche von 220.000 Quadratmetern in 17 Hallen, die für die Veranstaltung genutzt werden.

Nach Rücksprache mit Ausstellern und anderen Branchenvertretern wurden andere, bis April geplante Messen hingegen gecancelt. Das betrifft unter anderem die Weinmesse Prowein, die erst wieder Ende März 2022 stattfinden soll. Die Verpackungsbranchen-Messe Interpac ist nun erst wieder für Mai 2023 geplant und die Printmedien-Messe Drupa im Februar 2024.

Wie andere Standorte auch muss die Düsseldorfer Messe wegen der Corona-Krise heftige finanzielle Einbußen hinnehmen. Man habe sich in den vergangenen Jahren zwar „finanzielle Spielräume erarbeitet“, sei nun aber stark von der Pandemie getroffen, erklärte Messechef Wolfram Diener. Das Vertrauen in Präsenzmessen sei dennoch weiterhin groß. Diener geht davon aus, „dass sich im Laufe des kommenden Jahres das allgemeine Pandemiegeschehen und die Reisemöglichkeiten positiv entwickeln werden“. Um die Einnahmeverluste zu verkraften, setzt die Messe stärker als bisher auf Kurzarbeit – die Beschäftigten arbeiten also weniger als zuvor und bekommen ein Teil der Einnahmenverluste vom Staat erstattet.

(dpa)