Warnstreiks bei Verdi zu Geldtransporten in Nordrhein-Westfalen

Hunderte Demonstranten : Warnstreiks bei Geldtransporten in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen sind am Mittwochmorgen Hunderte Beschäftigte aus der Geld- und Wertdienst-Branche in einen Warnstreik getreten. Das teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Bundesweit sollten am Mittwoch Hunderte Geldtransporte bestreikt werden.

In Hagen etwa hätten Mitarbeiter verhindert, dass Geldtransporter ein Sicherheitsunternehmen verlassen. Daraufhin habe die betroffene Firma die Polizei gerufen. Wie sich die Situation weiterhin entwickelte, war zunächst unklar. Auch in Düsseldorf, Köln, Bochum und Bielefeld traten Beschäftigte in den Warnstreik. Laut Verdi handle es sich um 300 bis 400 Mitarbeiter. In Nordrhein-Westfalen gebe es etwa 1600 Beschäftigte in der Branche.

Dazu gehören nicht nur Fahrer von Geldtransportern, sondern auch Vorbereiter und Geldzähler. „Es könnte sein, dass der Warnstreik in den kommenden Tagen weitergeht. Dann drohen Engpässe bei der Versorgung mit Bargeld“, sagte der Verdi-Sprecher. Mit den bundesweiten Warnstreiks will die Gewerkschaft den Druck in der laufenden Tarifrunde für 12 000 Beschäftigte der Geld- und Wert-Branche erhöhen.

Die Tarifverhandlungen werden am 3. und 4. Januar in Berlin fortgesetzt. Verdi fordert eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro beziehungsweise eine Gehaltserhöhung von 250 Euro pro Monat, sowie die Angleichung der Gehälter in den neuen Bundesländern bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Auch soll Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages für die gesamte Branche erreicht werden. Laut Verdi liegen die Gehälter für die Geldzähler und Geldtransportfahrer im Osten bei 1800 bis 2400 Euro und im Westen bei 2200 bis 2900 Euro brutto pro Monat.

(dpa)
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