Wanderweg zum Drachenfels soll im November wieder geöffnet werden

Beliebtes Touristenziel in NRW : Eselsweg zum Drachenfels soll im November wieder begehbar sein

Der wegen Steinschlaggefahr gesperrte Wanderweg zum Drachenfels in Königswinter soll voraussichtlich im November wieder geöffnet werden. Der genaue Termin werde in etwa einem Monat feststehen, sagte eine Sprecherin der Kölner Bezirksregierung.

Der oberhalb des Rheins gelegene, weithin sichtbare Drachenfels im Siebengebirge ist stark marode und wird seit geraumer Zeit umfassend saniert. Der Eselsweg, der Wanderweg hoch zur Burgruine, wurde vor etwa zweieinhalb Jahren aus Sicherheitsgründen gesperrt. „Das Schadensbild war viel größer als ursprünglich angenommen”, sagt Thomas Metz von der Bezirksregierung. „Das konnte man aber erst nach und nach feststellen.”

Der 321 Meter hohe Drachenfels ist eines der beliebtesten Touristenziele in Nordrhein-Westfalen. Sein Gestein ist jedoch so porös, dass er auseinanderzubrechen droht. Eine aufwendige Sicherung mit Felsnägeln, Ankern, Netzen und Beton soll dies verhindern.

Die aktuellen Arbeiten hatten sich immer wieder verzögert, sind nach Angaben der Sprecherin nun aber in der Endphase. Das Baugerüst am oberen Teil des Felsmassivs sei inzwischen abgebaut worden. Derzeit würden im unteren Bereich noch einige Klüfte mit Beton verfüllt, ehe auch dort das Gerüst entfernt werden könne.

Erst im März hatten sich erneut Steinblöcke gelöst. Am sogenannten Kutschenweg, dem derzeit einzigen durchgängig befahr- und begehbaren Zugang zum Drachenfelsplateau, war daher ein Bereich am Hang abgesperrt worde.

Schon Anfang der 1970er Jahre wurde im Auftrag des Landes NRW nach einem großen Steinschlag ein umfassendes Sicherungssystem mit Felsnägeln und -ankern installiert, um den Drachenfels vor dem Auseinanderbrechen zu retten.

Der Drachenfels ist ein beliebtes Touristenziel in NRW. Foto: Oliver Berg/dpa/Oliver Berg
(dpa)
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