Düsseldorf: Vorwiegend jüngere ausländische Akademiker zieht es nach NRW

Düsseldorf: Vorwiegend jüngere ausländische Akademiker zieht es nach NRW

In Nordrhein-Westfalen haben im Jahr 2009 rund 74.000 Akademiker gelebt, die seit dem Jahr 2000 aus dem Ausland zugewandert sind.

Wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, handelt es sich bei diesen hochqualifizierten Zuwanderern überwiegend um jüngere Personen: 45,2 Prozent waren zwischen 25 und 30 Jahre alt. Die Hälfte der Zuwanderer waren Frauen.

42,3 Prozent der hochqualifizierten Zuwanderer stammen aus einem osteuropäischen Land, 11,3 Prozent aus einem ehemaligen Anwerbeland wie der Türkei, Griechenland, dem früheren Jugoslawien, Italien, Spanien oder Portugal. 22,5 Prozent kamen aus einem der übrigen europäischen Länder und 15,5 Prozent aus Asien.

Nordrhein-Westfalen ist auch als Studienort für ausländische Studierende beliebt. Im Wintersemester 2009/10 waren 39.800 ausländische Studierende, die ihre Hochschulreife im Ausland erworben hatten - sogenannte Bildungsausländer- an den Hochschulen Nordrhein-Westfalens eingeschrieben. Zehn Jahre zuvor waren es noch 27.800. Der Anteil dieser Gruppe an allen Studierenden stieg von 5,6 Prozent auf 7,9 Prozent. Jeweils rund ein Viertel der Bildungsausländer war in den Fächergruppen Ingenieurwissenschaften sowie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften eingeschrieben.

Die meisten der im Wintersemester 2009/10 eingeschriebenen nichteuropäischen Studierenden, die ihre Hochschulreife außerhalb Deutschlands erworben hatten, kommen aus Asien. Die größte Gruppe unter den Asiaten bilden Studierende aus China, von denen 5.300 an nordrhein-westfälischen Universitäten eingeschrieben sind. 9.800 Studierende stammen aus einem osteuropäischen Land, darunter 2.100 aus der Russischen Föderation. Aus Afrika waren 5.400 Studierende eingeschrieben.