Aachen: Vorbereitungen für die 32. Euregio Wirtschaftsschau laufen auf Hochtouren

Aachen : Vorbereitungen für die 32. Euregio Wirtschaftsschau laufen auf Hochtouren

Sie ist die größte Erlebnis- und Einkaufsmesse in der Euregio Maas-Rhein: die Euregio Wirtschaftsschau. Knapp 300 Aussteller präsentieren hier jedes Jahr im Frühjahr an zehn Tagen ihre Produkte und Dienstleistungen aus den Themenbereichen Automobilität, Bauen, Mode, Freizeit, Wohnen, Reisen, Genuss, Gesundheit, Sport.

Als Schaufenster der regionalen Geschäfts- und Unternehmenswelt spiegelt sie die wirtschaftliche Stärke der Region wider. Wenige Wochen vor Beginn der 32. Ausgabe sprachen wir mit der Geschäftsleiterin des Veranstalters Euregio Messen, Kathrin Halcour, über Neuerungen und darüber, ob die Verbraucherschau überhaupt noch zeitgemäß ist.

Es sind nur noch wenige Wochen, bis zur Euregio Wirtschaftsschau 2018. Am 2. März geht es los. Steigt Ihr Adrenalinspiegel?

Halcour: Ganz klar: ja. Die Ausstellerakquise läuft zwar das ganze Jahr hindurch, aber in den letzten Tagen muss das neunköpfige Messeteam noch vieles festzurren. Vor allem sind wir nun mit dem ‚Feintuninge_SSLq des Rahmenprogramms beschäftigt. Das geht noch bis zum letzten Tag so.

Was wird es Neues geben auf der 32. Euregio Wirtschaftsschau?

Halcour: Die wichtigsten Neuerungen sind eine Partnerstadt und eine neue Spielshow. Eupen wird als Messe-Partnerstadt 2018 den Anfang machen und auf einer Standfläche im Eingangsbereich der Messe auf sich aufmerksam machen. Außerdem wird unserer Partnerstadt am 8. März ein Mottotag gewidmet. Und natürlich wird Eupen auch in das Rahmenprogramm der Messe einbezogen. Unsere neue Spielshow heißt „Euregio Duell“ und ist angelehnt an das RTL-Fernsehformat „Familien Duell“. Dabei treten an beiden Messe-Wochenenden jeweils zwei Gruppen gegeneinander an — Familien, Schulklassen, Vereine und Freunde.

Was steckt hinter dem Konzept mit der Partnerstadt, und wird es das auch künftig bei der Euregio geben?

Halcour: Wir werden von nun an jedes Jahr auf der Messe eine andere Partnerstadt aus der Euregio präsentieren. Der Titel Euregio Wirtschaftsschau schreit ja auch förmlich danach, einen euregionalen Partner mit ins Boot zu holen. Dieses Jahr wird Eupen unter anderem für seine touristischen Ziele und für seine kulinarischen Besonderheiten wie beispielsweise Bier und Schokolade werben. Mit dem Partnerstadt-Konzept geben wir Firmen, Hotels, Gastronomiebetrieben und Dienstleistern auch jenseits der Grenzen eine Plattform. Dadurch erhoffen wir uns, zunehmend auch für Aussteller und Besucher aus Belgien und den Niederlanden interessant zu werden. Die sind bei uns derzeit leider noch immer unterrepräsentiert. Das möchten wir ändern.

Was macht die Euregio Wirtschaftsschau für den lokalen und regionalen Handel interessant? Ist so eine Messe überhaupt noch zeitgemäß?

Halcour: Mit immer weniger verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr bei immer stärker werdendem Online-Handel werden die Rahmenbedingungen für Handel und Gewerbe immer schwerer. Bei uns können sich Geschäftsleute mit einem clever choreografierten, gut durchdachten Auftritt inszenieren, um sich einem breiten Publikum vorzustellen, neue Kontakte zu knüpfen, Beziehungen zu intensivieren, neue Aufträge einzuholen und ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Am besten gelingt dies mit Überraschungsmomenten. Nur auf dem Stand zu stehen und Prospekte zu verteilen, reicht sicher nicht aus. Die Stärke einer Messe wie der unseren liegt in der Live-Situation, dem unmittelbaren Austausch, der Kommunikation mit allen Sinnen. Das klärt Fragen. Das schafft Vertrauen. Und das wiederum schafft definitiv nicht das Internet. Überdies gibt es bei uns zwei verkaufsoffene Sonntage obendrauf. Also: Nie war eine Verbrauchermesse so zeitgemäß und so nötig wie heute.

Nach jeder Messe steht die Frage im Raum: Was kann man beim nächsten Mal optimieren? Welche Verbesserungen gibt es 2018?

Halcour: Es läuft bei uns ja schon ziemlich viel ziemlich gut. Das ist kein Wunschdenken, sondern das ergeben Umfragen. Was 2018 definitiv besser laufen wird, sind etwa Geldabhebungen am Bankautomaten auf dem Messegelände. Die werden dann zumindest für Sparkassenkunden gebührenfrei sein. Besser werden möchten wir zudem bei der Ausgestaltung des Eingangsbereichs.

Warum findet die Messe so zeitig im Frühjahr statt?

Halcour: Nach Weihnachten und Karneval haben die Menschen wieder etwas mehr Zeit. Die großen Feiern sind vorbei, und sie haben die nötige Muße, sich wieder mit ihren Häusern, Wohnungen, Balkonen und Gärten zu beschäftigen — und damit, was sie dort bis Ostern oder Sommerbeginn verändern möchten. Sie sammeln außerdem Ideen für Reisen und andere Freizeitaktivitäten, die sie nach dem Winter starten können.

Wann beginnen die Aufbauarbeiten zur Euregio Wirtschaftsschau?

Halcour: Am 29. Januar sind die Laster des Zeltbauers aus Valkenswaard in der niederländischen Provinz Nordbrabant angerückt. Seitdem nimmt die Zeltstadt auf dem CHIO-Gelände in der Aachener Soers jeden Tag ein bisschen mehr Gestalt an.

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