St. Goarshausen: Vorbereitung der Bergungsarbeiten am Säuretanker kurz vor Abschluss

St. Goarshausen: Vorbereitung der Bergungsarbeiten am Säuretanker kurz vor Abschluss

Die Vorbereitungen zur Bergung des auf dem Rhein gekenterten Säuretankers „Waldhof” stehen kurz vor dem Abschluss. Das von einem deutsch-niederländischen Spezialunternehmen ausgearbeitete Konzept zum Anheben und Bergen des Schiffes sollte am Freitag den zuständigen Behörden im Einzelnen vorgestellt und von der Landesregierung in Mainz abgenommen werden, sagte ein Sprecher der Einsatzleitung in St. Goarshausen.

Wegen der reißenden Strömung können allerdings weiterhin keine Taucher am Schiff eingesetzt werden, wie ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen sagte. Dies erschwere die Arbeiten. Es sei geplant, Einsatzkräfte auf das Wrack zu bringen, um zu prüfen, ob ein Teil der knapp 2.400 Tonnen Schwefelsäure an Bord mit Flusswasser in Kontakt gekommen sei.

Die Säure reagiere dann aggressiv und könnte die Wände des Tankers angreifen. Dem Sprecher zufolge sollen voraussichtlich am Samstag die ersten Drähte unter dem Schiff hindurchgeführt werden, die dann im weiteren Verlauf der mehrwöchigen Bergung an den Haken der drei Bergekräne befestigt werden.

Unterdessen werden nach Angaben des Sprechers weiterhin ausgewählte Frachter am gekenterten Tanker vorbeigeführt. Am Donnerstag hatten rund 20 Schiffe die Unfallstelle passiert, mehr als 40 weitere könnten am Freitag an dem Havaristen vorbeifahren - aus Sicherheitsgründen allerdings nur solche, die rheinaufwärts unterwegs sind. Die Schiffe werden in Wartestellung gebracht und bekommen dann einzeln die Order, langsam das Wrack zu passieren. Rund 250 Schiffe lagen am Donnerstagmorgen noch fest.

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