Düsseldorf: Volkshochschulen in NRW geraten zunehmend an Kapazitätsgrenzen

Düsseldorf: Volkshochschulen in NRW geraten zunehmend an Kapazitätsgrenzen

Wegen zunehmender Aufgaben und geringer werdender Fördermittel geraten die 135 Volkshochschulen in NRW vermehrt an ihre Kapazitätsgrenzen.

„Die Landesmittel für unsere Einrichtungen sind in den vergangenen fünf Jahren um fast ein Drittel gekürzt worden”, sagte der Direktor des Landesverbandes der Volkshochschulen, Rainer Hammelrath, der Nachrichtenagentur ddp in Düsseldorf.

Demgegenüber würden die Aufgabenbereiche der Weiterbildungsinstitute durch das Land und die Kommunen ständig ausgeweitet. „Weil die nötigen Gelder für neues Personal fehlen, ist diese Aufgabe für viele Volkshochschulen kaum noch seriös zu bewältigen”, kritisierte Hammelrath.

„Wir bieten seit neuestem zum Beispiel zusätzlich Integrationskurse für Ausländer und Kurse zum Nachholen von Schulabschlüssen sowie zur Qualifizierung von Betreuungspersonal für Ganztagsschulen an”, sagte er und kritisierte: „Die Landesregierung und der Bund können nicht immer auf die vermehrte Weiterbildung der Menschen pochen und gleichzeitig die Fördermittel zurückfahren.”

So hätten sogar die hoch verschuldeten Kommunen ihre Fördermittel für die Volkshochschulen nicht gekürzt, betonte Hammelrath. Der Wegfall der Gelder müsse durch ständig steigende Mitgliederbeiträge kompensiert werden. Die Volkshochschulen wurden Hammelrath zufolge 2009 von rund 1,6 Millionen NRW-Bürgern besucht. Dies seien ebenso viele wie in den Vorjahren gewesen.

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