Aachen: Viele Schusswaffen in Düren und Aachen abgegeben

Aachen: Viele Schusswaffen in Düren und Aachen abgegeben

Der Schuss ins Blaue ist wie ein Volltreffer eingeschlagen: Mit der bis zum 31. Dezember 2009 befristeten Amnestie-Aktion für Menschen, die illegale Waffen bei der NRW-Polizei abgeben, sind mehr als 40.000 Schusswaffen von der Straße geholt worden.

Allein im Stahltresor der Asservatenkammer des Aachener Polizeipräsidiums sammelten die Beamten 880 Waffen, im Vorjahr waren es lediglich 350. Obwohl der Kreis Düren weit weniger Einwohner als die Städteregion Aachen zählt, wurden dort noch mehr Waffen abgegeben: rekordverdächtige 900 Gewehre, Revolver und Pistolen, davon 70 am Silvestertag.

Rund 2500 Waffen kassierte die Millionen-Metropole Köln ein. Düsseldorf brachte es auf knapp 1800 „Schießeisen”. Am 31. Dezember gaben sich die Waffenbesitzer in den Polizeistationen der Region quasi die Klinken in die Hand: „In den beiden Hauptwachen in Aachen kamen allein an Silvester etwa 50 verschiedene Waffen zusammen. In Alsdorf wurden rund 20 und auf der Stolberger Wache etwa zehn abgegeben”, erklärte Polizeisprecher Paul Kemen. „Im Präsidium in der Aachener Soers erschien ein älterer Mitbürger mit seinem Arsenal, der beim Entrümpeln gleich 19 diverse Waffen gefunden hatte.” Auch ihm wurde Straffreiheit gewährt.

Diese gibt es nun - streng genommen - seit dem 1. Januar 2010 nicht mehr. Kemen betont dennoch, dass es natürlich weiterhin Ziel sei, möglichst viele Waffen von der Straße zu bekommen. „Niemand wird deswegen von uns strafrechtlich belangt werden.”

Die meisten Waffen, darunter auch verbotene Gegenstände wie Stahlruten, Schlagringe, Butterflymesser und Wurfsterne - stammen laut Kemen aus Wohnungsauflösungen. „Oder es sind Erbstücke, die über Generationen weitergegeben und nun endlich entsorgt werden.” Viele Waffenbesitzer haben sich aber auch nach der Verschärfung des Waffenrechts, das nun die private Aufbewahrung legaler Waffen in Tresoren vorschreibt, zur Abgabe entschieden.

Sämtliche Waffen und erhebliche Mengen Munition werden in Wuppertal endgültig vernichtet.

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