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Viele Flüchtlinge finden in der Corona-Krise keinen Job

74.000 Flüchtlinge arbeitslos : Viele Flüchtlinge finden in der Corona-Krise keinen Job

Flüchtlinge haben in der Corona-Pandemie schlechte Karten am Arbeitsmarkt. Im Oktober waren in NRW rund 74.000 Flüchtlinge arbeitslos gemeldet und damit 25 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte.

Bei allen Beschäftigungslosen lag der Anstieg lediglich bei 20,8 Prozent - die widrigen Umstände am Arbeitsmarkt trafen die Flüchtlinge also überproportional hart. Ein Grund hierfür: Zugewanderte arbeiten häufig in der Gastronomie oder in Hotels - diese Branchen sind in der Pandemie besonders gebeutelt.

Andere Zahlen verdeutlichen ebenfalls, dass die Schutzsuchenden aus anderen Staaten es derzeit sehr schwer haben auf Jobsuche: In den ersten sieben Monaten 2020 fanden nur rund 17.000 Geflüchtete eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, ein Jahr zuvor waren es 21.500 - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war das ein Minus von 21 Prozent. Zuvor hatte die „NRZ“ über die Entwicklung berichtet.

(dpa)