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In NRW: Viele Einsätze für Feuerwehr an den letzten Tagen des Jahres

In NRW : Viele Einsätze für Feuerwehr an den letzten Tagen des Jahres

Flammen auf dem Balkon oder in der Küche: Kurz vor Ende des Jahres hatte es die Feuerwehr in NRW noch einmal mit teils heftigen Bränden zu tun. In Solingen brannte etwa ein Zweifamilienhaus bis auf die Grundmauern nieder.

Kurz vor Silvester haben mehrere teils heftige Brände die Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen in Atem gehalten. Einsatzkräfte rückten zu größeren Bränden in Solingen, Ratingen, Sonsbeck, Wuppertal und Gelsenkirchen aus.

In Solingen brannte in der Nacht zu Dienstag ein Zweifamilienhaus bis auf die Grundmauern nieder. Ein im Haus lebender Jugendlicher und seine Kumpels hatten das Feuer gegen 2.15 Uhr gemeldet und sich dann ins Freie gerettet, wie es in der Polizeileitstelle hieß. Sie blieben unverletzt. Die Ursache des Feuers sei noch unklar. „Die Ermittlungen dauern an“.

Nach Angaben der Feuerwehr waren zum Zeitpunkt des Feuers keine Erwachsenen vor Ort. Zunächst war die Rede von einem Zimmerbrand. Beim Eintreffen der Löschfahrzeuge an dem am Stadtrand gelegenen Doppelhaus habe das Gebäude jedoch schon komplett in Flammen gestanden. „Die Kollegen sahen den Feuerschein schon bei der Anfahrt“. Nach mehr als vier Stunden sei das Feuer unter Kontrolle gewesen.

In Ratingen fing am Montag ein Schrank auf einem Balkon eines Hochhauses Feuer. Ein Mann wurde dabei schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Rettungskräfte betreuten vor Ort zunächst fünf weitere Menschen, die aber unverletzt blieben. Vermutlich löste laut Polizeiangaben ein Feuerwerkskörper den Brand aus.

Bei einem Hochhausbrand im sechsten Stock in Wuppertal kamen neun Menschen vorsorglich in ein Krankenhaus. Sie blieben aber unverletzt, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. 75 Menschen mussten das Gebäude verlassen, nachdem mehrere Zimmer in der Wohnung Feuer gefangen hatten. Als Brandursache vermutet die Polizei einen technischen Defekt. Die Ermittlungen dazu dauerten am Dienstag weiter an.

In Sonsbeck hatte es die Feuerwehr mit einem Küchenbrand in einem Mehrfamilienhaus zu tun, bei dem ein 56 Jahre alter Nachbar leicht verletzt in ein Krankenhaus kam. Der 43 Jahre alte Bewohner im Erdgeschoss hatte laut Angaben der Polizei am Montag kurzfristig seine Wohnung verlassen. Als er zurückkam, habe es in der Küche gebrannt. Durch den Rauch wurde sein Nachbar verletzt. Es entstand ein Sachschaden von circa 15.000 Euro.

In Gelsenkirchen lösten brennende Reifen in einem Keller einen Feuerwehreinsatz aus. Sieben Bewohner wurden verletzt, eine 96 Jahre alte Frau kam laut Angaben der Polizei in ein Krankenhaus. Dichter Rauch zog am frühen Dienstagmorgen bis in den Hausflur und in den ersten Stock, teilte die Feuerwehr mit. Neun Bewohner brachten die Einsatzkräfte in Sicherheit. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Die Höhe des Sachschadens war am Dienstag noch nicht bekannt.

(dpa)