Brüssel: Verurteilte Tochter von Serienmörder geht ins Kloster

Brüssel: Verurteilte Tochter von Serienmörder geht ins Kloster

Agnes Pandy (50), wegen Mittäterschaft verurteilte Tochter des belgischen Serienmörders Andras Pandy, wird vorzeitig aus der Haft entlassen und geht ins Kloster. Die ursprünglich zu 21 Jahren Haft verurteilte Frau werde von den Dominikanerinnen in Brügge aufgenommen, berichtete der flämische Fernsehsender VRT am Dienstag.

Pandy, ein 1950 aus Ungarn nach Belgien eingewanderter Pastor, war 2002 wegen Mordes an sechs Familienangehörigen verurteilt worden. In seinem von den Medien als „Horror-Haus” bezeichneten Gebäude in Brüssel wurden Knochen- und Gewebeteile von mehr als einem Dutzend weiterer Personen gefunden, die nicht identifiziert werden konnten.

Agnes Pandy hatte gestanden, die sechs Familienmitglieder im Auftrag ihres Vaters, mit dem sie in inzestuöser Beziehung lebte, getötet zu haben.

Laut dem VRT-Bericht muss Agnes Pandy auch im Kloster eine elektronische Fußfessel tragen. Zu ihrer Haftentlassung hätten auch gesundheitliche Gründe beigetragen; sie sei an Brustkrebs erkrankt.

Der inzwischen 83-jährige Pandy hoffe auch auf eine Haftentlassung und wolle in ein Altersheim ziehen. Bislang sei aber keine Senioreneinrichtung zu seiner Aufnahme bereit.

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