Aachen: Verurteilte Aktivisten legen Berufung ein

Aachen : Verurteilte Aktivisten legen Berufung ein

Das Amtsgericht Kerpen hat vor kurzem zwei unbekannte Umweltaktivisten verurteilt. Den beiden Männern war Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen worden. Nach einem Polizeieinsatz am 21. Oktober im Hambacher Forst waren mehrere Aktivisten in Untersuchungshaft gekommen, weil sie sich geweigert hatten, ihre Identität preiszugeben.

Die unbekannte Person (UP) 11 bekam 40 Tagessätze á 10 Euro auferlegt. UP 2 erhielt eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten, die zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Die Richterin blieb damit unter den Anträgen von Staatsanwalt Jost Schützeberg, der in einem Fall eine Geldstrafe (90 Tagessätzen à 15 Euro), im anderen Fall eine neunmonatige Gefängnisstrafe gefordert hatte, die auf Bewährung ausgesetzt werden könne.

Die Staatsanwaltschaft hat nun ebenso Berufung gegen die Urteile eingelegt wie die beiden Verteidiger, die jeweils Freispruch gefordert hatten. In nächster Instanz würde nun vor dem Landgericht in Köln verhandelt.

(pa)
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