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FFP2-Masken: Verteilung für Risikogruppe in NRW gut angelaufen

FFP2-Masken : Verteilung für Risikogruppe in NRW gut angelaufen

Bessere Schutzmasken für Ältere und Kranke: Zum Start der Verteilaktion sehen sich die Apotheken nach Auskunft ihrer Verbände in NRW gut aufgestellt. Engpässe gebe es nur vereinzelt, Nachschub sei gewiss, versichern sie.

Die Ausgabe von insgesamt zunächst rund 20 Millionen FFP2-Masken für Menschen aus Coronavirus-Risikogruppen in Nordrhein-Westfalen ist nach Einschätzung der Apothekerverbände gut angelaufen. „Die Patienten sind teilweise wirklich überglücklich und dankbar nun eine Maske in den Händen zu halten, die bestmöglich schützt“, sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Es bildeten sich mancherorts lange Schlangen, berichtete er. Die Patientinnen und Patienten seien aber in der Regel sehr diszipliniert und verständnisvoll.

Den allermeisten Apotheken sei es gelungen, innerhalb kürzester Zeit die „logistische Meisterleistung zu stemmen“ und ausreichend Masken für die erste Nachfrage bereitzustellen, sagte Nina Grunsky, Sprecherin des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe. Nur vereinzelt würden Apotheken auf Nachschub warten. „Die Kollegen tun alles, um die Patienten zu versorgen“, versicherte sie.

Weitere Lieferungen würden kontinuierlich erwartet, berichteten beiden Verbände. „Es besteht überhaupt kein Grund, die Apotheken zu stürmen“, sagte Thomas Preis. „Wir rechnen damit, dass nach und nach alle berechtigten Patienten bis Weihnachten ihre drei kostenlosen FFP2-Maksen erhalten haben“, sagte er weiter. Er riet, die Abholung der Masken mit einem ohnehin geplanten Apotheken-Besuch zu verbinden, um doppelte Wartezeiten zu vermeiden. „Viele haben auch durchaus einen hohen Beratungsbedarf, wie die Maske zu tragen ist und was es zu beachten gilt“, sagte er weiter.

Bundesweit können seit diesem Dienstag rund 27 Millionen Menschen aus Risikogruppen kostenlose FFP2-Masken erhalten. Die Apotheken geben die Schutzmasken in einem stufenweisen Verfahren aus – zunächst stehen allen über 60-Jährigen und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen bis zum 6. Januar drei Masken kostenlos zu. Im neuen Jahr können sie dann mit Coupons von der Krankenkasse zwölf weitere Masken bekommen – vorgesehen ist dafür ein Eigenanteil von je zwei Euro für sechs Masken. FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft, sie bieten aber auch keinen 100-prozentigen Schutz.

(dpa)