Kölner Archiv-Einsturz: Verteidigung fordert Freispruch für Angeklagte

Kölner Archiv-Einsturz : Verteidigung fordert Freispruch für Angeklagte

Die Verteidigung hat im Prozess um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs für zwei angeklagte Mitarbeiter von Baufirmen Freispruch gefordert.

Für die beiden anderen Angeklagten solle am 8. Oktober plädiert werden, sagte eine Gerichtssprecherin am Freitag.

Die Staatsanwaltschaft hat für drei Angeklagte Bewährungsstrafen wegen fahrlässiger Tötung gefordert. Die zwei Mitarbeiter von Baufirmen und der Bauüberwacher der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) hätten ihre Sorgfaltspflichten beim Bau einer U-Bahn-Haltestelle verletzt.

Bei der vierten Angeklagten - einer weiteren Bauüberwacherin der KVB - plädierte die Staatsanwaltschaft auf Freispruch.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft haben Fehler beim U-Bahn-Bau zu dem Einsturz geführt, bei dem im März 2009 zwei Anwohner ums Leben kamen.

Die drei beschuldigten Angeklagten hätten die Bauarbeiten vor dem Archiv nicht wie vorgeschrieben überprüft, dokumentiert und kommuniziert. Der seit Anfang des Jahres laufende Prozess stand unter Zeitdruck, weil die Taten im März 2019 verjähren. Nun wird das Landgericht voraussichtlich im Oktober das Urteil sprechen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Katastrophe von Köln: Der Einsturz des Stadtarchivs

(dpa)
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