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„Car-Freitag“ in NRW: Verstärkte Kontrollen, weniger Verkehr

„Car-Freitag“ in NRW : Verstärkte Kontrollen, weniger Verkehr

Der „Car-Freitag“ gilt als Saisonauftakt der Tuning-Szene. Die Polizei in NRW verstärkte daher vielerorts die Kontrollen. Insgesamt verlief der Tag aber äußerst ruhig.

Der für viele Autotuner als „selbsternannter Feiertag“ bekannte „Car-Freitag“ verlief 2020 in Nordrhein-Westfalen deutlich ruhiger als in den vergangenen Jahren. Die Kölner Polizei hat an diesem Tag verstärkt kontrolliert. Zeugen meldeten eine Gruppe von neun Sportwagen in der Nähe einer Autobahnauffahrt. Die Fahrer hielten sich zwar laut Polizei an die Coronaschutzverordnung, doch an vier der Oberklassewagen stellte die Polizei technische Veränderungen fest, weshalb die Betriebserlaubnis entzogen wurde. Im Kölner Stadtgebiet wurden 412 Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen, in 47 Fällen waren sie so hoch, dass Anzeige erstattet wurde. Insgesamt war laut einem Sprecher jedoch „deutlich weniger“ auf den Straßen los als in den vergangenen Jahren.

Diese Beobachtung teilen auch andere Polizeidienststellen im Land. Auch in Duisburg kontrollierte die Polizei am Karfreitag verstärkt und stellte 116 Geschwindigkeitsüberschreitungen fest, elf Fahrer erhielten ein Fahrverbot. Zwei technisch veränderte Autos beschlagnahmte die Polizei in Dortmund, drei in Düsseldorf. Die Szene in Gelsenkirchen verhielt sich laut Polizei „weitgehend unauffällig“, es kam zu lediglich vier Ordnungswidrigkeiten. In Paderborn hatte die Stadt per Allgemeinverfügung Tuning-Treffen untersagt. Dort war auf den Straßen „so gut wie gar nichts los“, sagte ein Sprecher am Samstag.

Bereits am Donnerstag stoppte die Polizei in Gelsenkirchen ein illegales Straßenrennen in der Altstadt, wie sie am Samstag mitteilte. Einen der Fahrer erwartet eine Anzeige, nach dem zweiten Raser wird noch gefahndet.

(dpa)