Verloren geglaubte Bücher nach über 70 Jahren zurück in Bonn

Nach Krieg verschwunden : Verloren geglaubte Bücher nach über 70 Jahren zurück in Bonn

Über 70 Jahre nach ihrem Verschwinden kehren 645 Bücher in den Bestand der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (ULB) zurück. Es sei die größte Rückgabe in der Geschichte der Bibliothek, teilte die ULB am Donnerstag mit.

Die Bände waren in der Nachkriegszeit verloren gegangen und galten seither als verschollen. „Es handelt sich um immense kulturelle und materielle Werte“, sagte Bibliotheks-Dezernent Michael Heckenhoff. Darunter sind demnach mittelalterliche Handschriften, Urkunden und Karten.

Vor zwei Jahren waren einzelne Stücke aus der Sammlung beim Londoner Auktionshaus Sotheby's aufgetaucht. Eine Belgierin hatte sie angeboten. Sie gab an, die Bände geerbt zu haben. Das Auktionshaus informierte die ULB, die daraufhin die Rückgabe organisierte. Wie die wertvollen Schriften nach Belgien gelangt sind, ist unklar.

Die ULB nimmt an, dass bei den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg und in den Wirren nach Kriegsende bis zu 180.000 Bände aus ihrem Bestand verloren gegangen sind.

(dpa)
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