1. Region

Tönnies-Personal: Verlängerung der Quarantäne um zwei Wochen

Tönnies-Personal : Verlängerung der Quarantäne um zwei Wochen

Das NRW-Gesundheitsministerium hat die Quarantäne für Menschen, die bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gearbeitet haben oder in einer der Gemeinschaftsunterkünfte leben, um zwei Wochen verlängert.

In der entsprechenden Allgemeinverfügung wird häusliche Quarantäne bis zum 17. Juli angeordnet. Ausgenommen sind unter anderem Menschen, die schon infiziert waren und als geheilt gelten.

Der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) wandte sich dazu am frühen Mittwochabend mit Videobotschaften an Betroffene, die aus Rumänien, Polen und Bulgarien kommen: In den auf Twitter veröffentlichten Botschaften, die jeweils in die entsprechende Sprache übersetzt wurden, kündigte der Landrat Besuche durch Kreis-Mitarbeiter an: „Sie erhalten ein Dokument mit Informationen, wie Sie sich zu verhalten haben.“ Er sei sich bewusst, „dass das für alle eine sehr schwierige Situation ist“, betonte Adenauer.

Eine Ministeriumssprecherin erläuterte am Mittwoch, dass die Verfügung nun für alle Kreise gelte. Entscheidend für die Quarantäne ist, ob man zwischen dem 3. und 17. Juni „an mindestens einem Tag“ auf dem Betriebsgelände von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gearbeitet hat. Unabhängig davon, ob man bei Tönnies selbst, einem Subunternehmer oder einer Leiharbeitsfirma angestellt war oder ist.

Auch alle Personen, die nicht auf dem Gelände waren, aber mit entsprechenden Menschen in Sammel- und Gemeinschaftsunterkünften oder Wohnungen leben, müssen laut Verfügung in Quarantäne bleiben.

Ausnahmen gelten unter anderem, wenn man seit dem 16. Juni positiv getestet wurde, als geheilt gilt oder in einer Unterkunft lebt, in der alle negativ getestet worden sind. Laut einer Kreis-Mitteilung vom Mittwochabend dürfen in den nächsten Tagen 389 Tönnies-Mitarbeiter die Quarantäne verlassen.

In der Begründung heißt es, dass selbst diejenigen, die „bislang nicht positiv getestet worden sind, gleichwohl ansteckungsverdächtig sein können“. Angesteckt haben könnten sie sich laut der Verordnung auch in der Kantine oder einer Unterkunft.

(dpa)