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Verdi und Einzelhandel: Aufstockung von Kurzarbeitergeld

Vereinbarung von Einzelhandel und Verdi : Aufstockung von Kurzarbeitergeld

Im NRW-Einzelhandel haben sich Arbeitgeber und Verdi auf die rückwirkende Einführung von Kurzarbeitergeld (KUG) zum 1. März geeinigt.

Die Arbeitgeber stocken das KUG vier Wochen lang auf 100 Prozent, danach bis Ende Juni auf 90 Prozent des Nettoentgelts auf, wie die Gewerkschaft am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Die Unternehmen zahlen außerdem einen Pauschalbetrag zum Ausgleich der Steuerbelastung auf den Aufstockungsbetrag.

„Mit diesem Tarifvertrag werden einerseits die betroffene Beschäftigte im Einzelhandel abgesichert, andererseits erhalten die Unternehmen Rechtssicherheit bei der Beantragung von Kurzarbeit“, so Verdi. Der Tarifvertrag zeige, dass Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung auch in der Krise nachkämen.

Eigentlich gilt im tarifgebundenen Einzelhandel für die Einführung von Kurzarbeit eine sogenannte Ankündigungsfrist von vier Wochen. Diese tarifvertraglich festgelegte Frist wurde in der Vereinbarung jetzt bis Ende Juni ausgesetzt. Nur so ist es den Unternehmen möglich, rückwirkend Kurzarbeitergeld zu erhalten.

Vor drei Wochen hatte der Bundestag den Gesetzentwurf für erleichtertes Kurzarbeitergeld im Schnellverfahren beschlossen. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt beim KUG 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent.

(dpa)