Vatertag in Aachen, Düren und Heinsberg verlief größtenteils ruhig

Region : Vatertag in der Region und NRW verlief größtenteils ruhig

Im Großen und Ganzen ruhig - so bilanzierten die nordrhein-westfälischen Polizeibeamten den Vatertag. Dies bestätigten auch die Pressesprecher der Aachener, Heinsberger und Dürener Polizei. Auch wenn „ruhig“ nicht ganz das passende Wort ist — die meisten Einsätze gab es wegen Ruhestörungen.

Die Aachener Polizei musste am Donnerstag zu keinen besonderen Einsätzen ausrücken. Der Vatertag in Aachen wurde für die Polizisten vom Karlspreis überschattet, bei dem die Beamten im Einsatz waren. Viele Feiernde waren „alkoholisiert aber gesittet und vernünftig“, sagt Pressesprecherin Petra Wienen.

Ähnlich beschreibt die Polizei im Kreis Heinsberg den Vatertag. Es gab lediglich einen Einsatz wegen einer Ruhestörung. Bei allgemeinen Verkehrskontrollen erwischten die Polizisten mehrere alkoholisierte oder unter Drogeneinfluss stehende Fahrer, allerdings nicht über dem normalen Niveau eines Feiertags.

Im Eschweiler Stadtteil Weisweiler beschädigte ein betrunkener Randalierer am frühen Morgen zwei geparkte Autos und warf mit einer Wodkaflasche um sich. Als Zeugen den 26-Jährigen aus Baesweiler ansprachen, flüchtete dieser. Nach Verfolgung konnten die Zeugen ihn stellen und die Beamten ihn im Empfang nehmen. Auf dem weg zur Wache rastete der Mann erneut aus. Er verbrachte die Nacht in einer Gewahrsamszelle zur Ausnüchterung.

Im Kreis Düren wurde der Vatertag etwas lauter gefeiert, sodass Streifenwagen zu zwölf Einsätzen wegen Ruhestörungen ausrücken mussten. Die meisten Ruhestörungen waren aufgrund privater Feiern, etwa beim Grillen oder in Wohnungen mit lauter Musik. Einen Einsatz gab es wegen des alljährlichen Fußballturniers in Vettweiß, bei dem die Anwohner sich über die Lautstärke beschwert haben.

Die Dürener Beamten wurden am Abend und in der Nacht zu zwei Schlägereien gerufen, wobei bei Eintreffen die Randalierenden schon weitergezogen waren. Sowohl für den Einsatz auf dem Dürener Marktplatz, als auch in Jülich, zogen die Polizisten wieder ab ohne Strafanzeigen zu fertigen. In Jülich trafen die Polizisten die Gruppe der Männer mit Bollerwagen zwar noch an, in der die Schlägerei ausgebrochen sein soll, doch keiner der Beteiligten wollte sich weiter zum Vorfall äußern.

Ansonsten gab es im Kreis Düren keine besonderen Einsätze, die mit Vatertag in Zusammenhang stehen. In NRW setzt sich dieser Trend weiter fort.

Die Bielefelder Beamten haben nach eigenen Angaben weniger als zehn Ruhestörungen registriert, es habe vier Schlägereien gegeben, drei Betrunkene seien in Gewahrsam genommen worden.

Im Kreis Lippe sei der Vatertag ebenfalls größtenteils ruhig verlaufen, erklärte die Polizei. Es sei zu kleineren Streitigkeiten und körperlichen Auseinandersetzungen gekommen, drei Personen seien des Platzes verwiesen oder in Gewahrsam genommen worden.

Eine Person habe in Oerlinghausen mit einer Schreckschusswaffe in die Luft geschossen und sei anschließend geflohen, teilte die Lipper Polizei mit. Die Soester Polizei hatte es am Donnerstagnachmittag mit einem jungen Mann zu tun, der vermutlich noch kein Vater ist - der 15-Jährige randalierte, schmiss mit Flaschen um sich, beschimpfte und bedrohte die Beamten. Er wurde von seiner Mutter abgeholt.

Auch die Männer in Mönchengladbach haben sich größtenteils benommen, erklärte die Polizei. Allerdings kam es am Abend zu einem schweren Unfall nach einer Vatertagstour. Ein 58-Jähriger stürzte mit seinem Fahrrad und zog sich schwere Kopfverletzungen zu.

Die Polizei Höxter verzeichnete bis zum Abend nicht eine Auschreitung wegen Alkoholkonsums - dort haben sich die Männer auf Vatertagstour offenbar vorbildlich benommen.

(jas/dpa)
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