Designierte EU-Kommissionspräsidentin: Ursula von der Leyen besucht Aachen

Designierte EU-Kommissionspräsidentin : Ursula von der Leyen besucht Aachen

Kurzbesuch im Aachener Rathaus: Ursula von der Leyen, die designierte EU-Kommissionspräsidentin und ehemalige Verteidigungsministerin, hat sich am Samstagnachmittag ins Gästebuch des Landes Nordrhein-Westfalen eingetragen.

Das hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Weißen Saal des Aachener Rathauses für sie bereitgelegt. Es war der erste Besuch von der Leyens in neuer Funktion.

Dass ihr allererster offizieller Termin als designierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ausgerechnet nach Aachen führte, dürfte vor allem Jürgen Linden gefreut haben. Der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums nutzte die Gunst des Augenblicks, ein dickes „Save the date“ in ihren Terminkalender zu setzen, nachdem von der Leyen sich vor vielen laufenden Kameras ins Gästebuch des Landes Nordrhein-Westfalen eingetragen hatte.

„Nächstes Jahr feiert der Karlspreis 70-jähriges Bestehen, und wir würden uns freuen, wenn Sie am 15. März Zeit für uns hätten“, sagte Jürgen Linden. Ursula von der Leyen, die ohnehin gerne in Aachen ist, wie sie betont, sagte spontan zu: „Noch habe ich keine Termine, ich komme gerne“, sagte sie lachend, und Aachen sei ja nun wirklich nicht weit weg von Brüssel, das ließe sich einrichten.

„Das EU-Parlament hätte kaum eine bessere Wahl treffen können“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), auf dessen Einladung von der Leyen in den Weißen Saal gekommen war. Es sei ein starkes Zeichen in unserer fragilen Zeit, dass die ehemalige Verteidigungsministerin eine „komfortable Mehrheit“ im Parlament erreicht habe durch ihr Engagement und ihre Kompromissbereitschaft. „Wir in Nordrhein-Westfalen haben schon immer gesagt, dass wir mehr Europa wollen, und auch eine Kommission, die ganz im Dienste Europas handelt.“

Auch für Ursula von der Leyen war die Stippvisite im Rathaus offensichtlich ein Wohlfühltermin: „Ich freue mich, hier zu sein. Aachen könnte nicht großartiger sein, viele europäische Friedensbeschlüsse sind in Aachen gefasst worden“, schwärmte sie, die Stadt prosperiere und habe eine große Verbundenheit zu den belgischen und niederländischen Nachbarn. Sie hob ebenfalls hervor, wie sehr sie Nordrhein-Westfalen und seine Fähigkeit zur Transformation und Innovation und auch den einmaligen Humor der Rheinländer schätze. „Ich als norddeutsche Niedersächsin weiß, wovon ich spreche.“ Das Land sei gewissermaßen Vorbild für die Europäische Union.

Dass von der Leyen so früh nach ihrer Verabschiedung als Verteidigungsministerin in Berlin nach Aachen kommt, hängt vor allem auch mit dem CHIO zusammen. Die Niedersächsin ist begeisterte Reiterin, regelmäßige Besucherin des Turniers und ist vor vier Jahren selbst in Aachen geritten. Schon zu Beginn der Woche hatte Hermann Bühlbecker, Alleininhaber der Schokoladenfabrik Lambertz, angekündigt, dass von der Leyen noch im Laufe der Woche nach Aachen kommen würde.

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