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Starkregen und Gewitter: Unwetterwarnungen in NRW aufgehoben

Starkregen und Gewitter : Unwetterwarnungen in NRW aufgehoben

NRW ist ohne große Schäden durch die neuerlichen Unwetter gekommen. Aber der Himmel gibt vorerst keine Ruhe. Es dürfte wieder viel Regen fallen. In der Städteregion und in den Kreisen Heinsberg und Düren warnt der Deutsche Wetterdienst vor Unwetter.

Unwetter haben nach ersten Erkenntnissen in der Nacht zu Dienstag in Nordrhein-Westfalen keine allzu großen Schäden verursacht. Zahlreiche Feuerwehr-Einsätze gab es allerdings etwa in Bocholt im Kreis Borken. Bis Mitternacht mussten Einsatzkräfte 119 Mal ausrücken, wie die Feuerwehr am Dienstagmorgen mitteilte. Zahlreiche Keller mussten demnach ausgepumpt sowie Bäume von Straßen geräumt werden. Zudem sei ein Bachlauf über die Ufer getreten.

In Mönchengladbach hatte die Feuerwehr bis zum Vormittag mehr als 20 Unwetter-Einsätze. Dabei gab es einen kuriosen Einsatz in einem Wohnhaus, der durch Chlortabletten in einem überschwemmten Keller ausgelöst wurde. Durch den Wasserkontakt der für Swimmingpools gedachten Chlortabs roch es im ganzen Haus nach Chlor. Die Bewohner brachten den Behälter mit den Tabletten ins Freie und alarmierten die Feuerwehr. Geschützt durch Atemschutzmaske und Chemikalienschutzanzug gingen die Feuerwehrleute vor und kümmerten sich um den Abtransport. Verletzt wurde niemand.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte allerdings erneut vor neuem, heftigem Starkregen und Gewittern. Vom Niederrhein bis ins Münsterland könne es am Dienstag zunächst einzelne Gewitter geben. Dabei sei über mehrere Stunden auch Starkregen mit Mengen zwischen 20 und 35 Litern pro Quadratmetern möglich. Lokal könnten Unwetter mit Hagel und Sturmböen von 85 Stundenkilometern auftreten. Die Temperatur steige am Dienstag auf 21 bis 24 Grad, im höheren Bergland auf etwa 19 Grad.

Auch am Dienstag und Mittwoch müssen die Menschen in NRW noch mit Unwettern rechnen. Dabei seien auch Starkregen und Gewitter zu erwarten, teilt der DWD mit. Ab Mittwoch solle sich das Wetter aber wieder etwas beruhigen.

Für die Städteregion Aachen, den Kreis Düren und auch den Kreis Heinsberg hat der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung von Dienstag 14.00 Uhr bis in den frühen Mittwochmorgen gegen 5.00 Uhr herausgegeben. Aus Richtung Süden sollen  teils schwere Gewitter aufziehen. Dabei kann es lokal zu heftigem Starkregen mit 25 bis 40 l/qm in kurzer Zeit, Sturmböen um 75 km/h (Bft 9) und Hagel bis 2 cm bzw. größere Hagelansammlungen kommen. Am Abend und in der Nacht liegt das Augenmerk auf teils mehrstündigem heftigem Starkregen. Dann sind örtlich 40 bis 60 l/qm in 3-6 h nicht ausgeschlossen. Am frühen Mittwochmorgen soll der Niederschlag abschwächen.

Gegen 01.59 Uhr in der Nacht wurden die Unwetterwarnungen in allen Regionen wieder aufgehoben.

(dpa)