Mehrere Verletzte in 2018: Unglückspferde aus Kölner Rosenmontagszug diesmal nicht mehr dabei

Mehrere Verletzte in 2018 : Unglückspferde aus Kölner Rosenmontagszug diesmal nicht mehr dabei

Die beiden Pferde, die vergangenes Jahr im Kölner Rosenmontagszug durchgegangen waren und mehrere Menschen verletzt hatten, sind dieses Jahr nicht mehr mit dabei.

Friedhelm Tillmann, Inhaber eines Reitstalls aus Grevenbroich, sagte am Donnerstag, sie seien damals „relativ zeitnah verkauft“ worden. Die Tiere lebten heute bei Privatleuten, es gehe ihnen gut. Für den Kölner Rosenmontagszug steuere er dieses Jahr 30 bis 35 andere Pferde bei, sagte Tillmann.

Beim Rosenmontagszug 2018 waren in Köln zwei Kutschpferde durchgegangen, vier Menschen wurden verletzt. Die Karnevalisten gehen davon aus, dass die Pferde von Zuschauern beworfen worden waren. Der Einsatz von Pferden in Karnevalszügen wird seit vielen Jahren von Tierschützern kritisiert. Sie vertreten die Überzeugung, dass das Mitlaufen für die Tiere durch die vielen Menschen und die laute Musik „Stress pur“ sei.

Die Pferde-Expertin Willa Bohnet von der Tierärztlichen Hochschule Hannover arbeitet an einer Studie zu Pferden im Rosenmontagszug. Sie sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Kölner hätten mittlerweile einige zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Pferde - und Menschen - beschlossen. So würde der Umgang mit den Tieren dieses Jahr von offiziellen Turnierrichtern überprüft. Das sei eine gute Sache.

Wenn die Voraussetzungen stimmen, ist aus Bohnets Sicht nichts gegen Pferde in Karnevalszügen einzuwenden. Allerdings habe es in Köln in der Vergangenheit zum Beispiel an der Ausrüstung der Pferde gehapert.

(dpa)
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