Aachen: Unfall auf der A4: Fast 18 Kilometer Stau

Aachen: Unfall auf der A4: Fast 18 Kilometer Stau

Ein schwerer Unfall auf der A4 in Fahrtrichtung niederländischer Grenze hat am Donnerstag bis in die Mittagsstunden rund um das Aachener Kreuz zu teils chaotischen Zuständen geführt.

Auf Höhe der Ausfahrt Laurensberg war ein Lkw auf ein Stauende aufgefahren und hatte fünf Fahrzeuge ineinander geschoben. Dabei wurden fünf Menschen verletzt. Drei von ihnen erlitten schwere Verletzungen. Der Fahrer des Lasters gab bei der Polizei an, dass er sich verfahren habe und bei der Suche nach der richtigen Strecke den sich stauenden Verkehr nicht bemerkt habe. Gegen den Mann wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Sofort nach dem Unfall sperrte die Polizei bis zum Eintreffen der Rettungskräfte die Fahrbahn in Richtung Niederlande ab der Ausfahrt Aachen-Zentrum (Krefelder Straße) und leitete den Verkehr ab. Durch die Sperrung der Autobahn bildete sich schnell ein bis weit über das Aachener Kreuz hinaus reichender Rückstau. In seiner größten Ausprägung reichte er auf der A4 bis zur Ausfahrt Eschweiler-West, das sind nach Angaben der Autobahnpolizei etwa 12,5 Kilometer.

Auch auf der A44 gab es einen massiven Rückstau, der bis zur Ausfahrt Broichweiden reichte - etwa fünf Kilometer. Zwischenzeitlich kam es im Bereich des Kreuzes zu einem weiteren Unfall, bei dem es sich aber laut Polizei nur um einen Blechschaden handelte, der zu keinen weiteren nennenswerten Verzögerungen führte.

Wie immer bei Stau im Kreuz: Chaos auch in Innenstadt

Durch die Sperrung der Autobahn suchte sich ein erheblicher Teil des dortigen Verkehrs einen Weg durch die Innenstadt - was die Polizei in erhöhte Alarmbereitschaft versetzte, zumal darunter viele Lkw waren. Anfängliche Befürchtungen, Lkw-Fahrer könnten die Warnbaken wegen des Brückenbaus an der Krefelder Straße übersehen, bestätigten sich nicht.

Die Sperrung der Autobahn wurde gegen 12.30 Uhr aufgehoben. Danach dauerte es noch etwa eine Stunde, bis der Verkehr auf den Autobahnen wieder glatt lief. Der Sachschaden beläuft sich nach einer groben Schätzung auf 70.000 Euro.

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