Unfall auf der A4 bei Merzenich sorgt für Vollsperrung ab Kreuz Kerpen

Transporter prallt auf Straßenbau-Lkw : Autobahn 4 nach schwerem Unfall neun Stunden lang gesperrt

Gleich drei Unfälle innerhalb von zwei Stunden haben am Mittwoch den Verkehr auf den Autobahnen zwischen Aachen und Köln lahmgelegt. Ein Fahrer wurde schwer verletzt. Die A4 musste zweimal voll gesperrt werden, einmal für volle neun Stunden.

Zuerst kam gegen 12.45 Uhr auf der A4 bei Düren in Fahrtrichtung Köln ein Lastwagen von der Fahrbahn ab und blieb neben der Spur stecken. Weil sich die Bergung des Havaristen aufwendig gestaltete, musste zeitweise die Autobahn gesperrt werden. Ein entsprechend langer Stau bis zur Anschlussstelle Langerwehe war die Folge.

Gut eine Stunde später, gegen 14 Uhr, krachte es in Gegenrichtung erneut, diesmal mit deutlich schwereren Folgen: Ein Transporter kam kurz vor der Anschlussstelle Merzenich ebenfalls nach rechts von der Spur ab und prallte ungebremst auf ein Dienstfahrzeug der Straßenmeisterei. Der Unimog fuhr gerade langsam auf dem Seitenstreifen entlang, um den Grünbereich neben der Autobahn zu mähen.

Der Fahrer des in Belgien zugelassenen Transporters, ein 28-Jähriger, erlitt schwere Verletzungen und wurde im völlig zertrümmerten Führerhaus eingeklemmt. Er wurde von den herbeigerufenen Rettungskräften aus dem Wrack befreit und mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Die Helfer konnten Lebensgefahr nicht ausschließen. Der Fahrer des Straßenmeistereifahrzeugs, ein 51-jähriger Mann, wurde leicht verletzt. Auch er wurde ins Krankenhaus gefahren.

Schwerer Unfall auf der A4 mit Mähfahrzeug

Die Autobahn musste in Richtung Heerlen/Aachen voll gesperrt werden. Es kam zu einem kilometerlangen Rückstau, die Polizei leitete den Verkehr schließlich ab Elsdorf ab. Ein Sprecher der Autobahnpolizei empfahl Autofahrern auf der Fahrt von Köln in Richtung Aachen, am Kreuz Kerpen auf die A61 in Richtung Mönchengladbach/Düsseldorf zu fahren und am Kreuz Jackerath auf die A44 in Richtung Aachen zu fahren.

Der Fahrer des Straßenbau-Unimogs kam mit leichten Verletzungen davon. Foto: dmp-Press/Ralf Roeger

Die Bergungs- und Aufräumarbeiten zogen sich über viele Stunden bis in den späten Abend hin. Das Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei Köln sicherte Spuren an der Unfallstelle. Zeitweise kam es auch auf der Gegenfahrbahn in Richtung Köln zu Staus, weil Autofahrer angesichts des Unfalls jenseits der Leitplanke den Fuß vom Gaspedal nahmen. Auch rund um das Kerpener Kreuz bildeten sich in der Folge lange Blechschlangen. Erst nach etwa neun Stunden, gegen 23 Uhr, konnte die Sperrung schließlich aufgehoben und die A4 wieder freigegeben werden.

Nur etwa eine Dreiviertelstunde nach dem Unfall bei Merzenich ereignete sich gegen 14.45 Uhr ein dritter Unfall auf der A4/A544 in Fahrtrichtung Köln kurz vor dem Aachener Kreuz. Ein Lastwagen und ein Auto stießen zusammen, es blieb nach ersten Angaben beim Blechschaden. Dennoch kam es auch hier zu einem kilometerlangen Rückstau, der auf der A544 bis zur Anschlussstelle Würselen/Verlautenheide reichte. Auch die Umgehungs- und Ausfallstraßen im Nordosten Aachens waren am späten Nachmittag überlastet.

Viele Autofahrer in westliche Fahrtrichtung, die die Staus hinter sich gelassen und das Kreuz Köln-West erreicht hatten, fanden sich erneut im Stop-and-Go wieder. Auch auf dem Kölner Ring kam es im Laufe des Nachmittags im Berufsverkehr zu etlichen Staus, etwa auf der A4 über etliche Kilometer zwischen dem Dreieck Heumar und dem Kreuz Köln-Süd in Richtung Aachen. Später war vor allem die A3 im östlichen Abschnitt des Rings betroffen.

Die Polizei sperrte alle Fahrspuren der A4 in Richtung Aachen. Foto: dmp-Press/Ralf Roeger
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