Unfall auf A4: Auto durchbricht Metalltor eines Regenrückhaltebeckens

Erneut Unfall bei Kerpen : Von A4 abgekommenes Auto stürzt fast in Rückhaltebecken

Erneut hat es an der A4-Anschlussstelle Kerpen einen schweren Unfall an einem Regenrückhaltebecken gegeben. Dabei wurde am Donnerstagmorgen ein 21-jähriger Autofahrer aus der Städteregion Aachen schwer verletzt.

Der 21-Jährige war mit seinem Ford um kurz nach 6 Uhr auf dem Abschnitt zwischen Düren und Köln unterwegs gewesen, wie die Autobahnpolizei Köln berichtete. Aus zunächst ungeklärter Ursache kam der Wagen vor der Abfahrt Kerpen nach rechts von der Fahrbahn ab.

Das Auto schleuderte über den Grünstreifen neben der Autobahn und durchbrach das Metalltor zu einem angrenzenden Regenrückhaltebecken.

Erst nach 30 Metern sei der Wagen zum Stillstand gekommen – gerade noch rechtzeitig. „Wäre er noch zwei Meter weiter geschleudert, wäre er in die Grube gestürzt“, sagte ein Polizeisprecher unserer Zeitung. In dem grasbewachsenen Becken stand zum Unfallzeitpunkt kein Wasser.

Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Das Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei Köln sicherte Spuren. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, sei nun Gegenstand der Ermittlungen, sagte der Polizeisprecher.

Tödlicher Unfall ganz in der Nähe

Der Unfall weckt Erinnerungen an ein ähnliches Geschehen nur gut fünf Wochen zuvor an der Anschlussstelle Kerpen. Dort war am Rosenmontag ein Autofahrer ums Leben gekommen. Der Mann, ein 57 Jahre alter Bulgare, war mit seinem Mercedes auf derselben Strecke unterwegs gewesen, als sein Wagen von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. Zu diesem Zeitpunkt tobte ein heftiger Sturm.

Der Stamm traf das Auto in Kopfhöhe des Fahrers, der vermutlich sofort tot war. Sein Wagen kam von der Fahrbahn ab, stürzte in ein anderes Regenrückhaltebecken und blieb darin auf dem Dach liegen.

Für den Unfall auf der nachtdunklen Autobahn hatte es keine Zeugen gegeben, das Wrack mit dem Toten wurde erst Stunden später durch Zufall von einer anderen Autofahrerin entdeckt. Zwei Tage nach dem Unfall bemerkte dann ein Spediteur bei der Auswertung einer automatischen Videoaufzeichnung eines seiner Lastwagen, dass der Unfall zufällig gefilmt worden war. Erst dadurch konnte das zunächst rätselhafte Geschehen aufgeklärt werden.

(heck)
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