Brühl: Überwältigende Hilfsbereitschaft für Opfer der Explosion von Brühl

Brühl: Überwältigende Hilfsbereitschaft für Opfer der Explosion von Brühl

Einen Monat nach der Explosion eines Wohnhauses in Brühl mit drei Toten ist die Ursache für das Unglück weiterhin unklar. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen laufen noch, wie Alfred Willwacher von der Kölner Staatsanwaltschaft sagte.

Derzeit warteten die Ermittler auf ein Sachverständigengutachten. Erst wenn der Bericht vorliege, gebe es eine öffentliche Stellungnahme der Ermittlungsbehörde zu dem Fall.

Vielleicht ein Ofen?

Medienberichte, wonach die Explosion durch austretendes Gas aus einem Ofen ausgelöst wurde, kommentiert die Staatsanwaltschaft nicht. Der „Kölner Stadt-Anzeiger” hatte nach dem Unglück mit Verweis auf Experten der Kriminalpolizei berichtet, dass ein am Unglücksort sichergestellter Katalytofen zu dieser Vermutung führe.

Der Sprecher der Stadt Brühl, Gerd Schiffer, nannte es „überwältigend”, mit welcher Hilfsbereitschaft die Menschen auf die Katastrophe reagiert hätten. Auf dem Spendenkonto sei mittlerweile so viel Geld eingegangen, dass den beiden überlebenden Kindern der Familie damit sogar eine Ausbildung finanziert werden könnte.

Bei der Explosion einer dreigeschossigen Doppelhaushälfte in der Brühler Innenstadt waren vor einem Monat vier Mitglieder einer Familie verschüttet worden. Ein zwölfjähriger Junge wurde leicht verletzt gerettet. Sein drei Jahre älterer Bruder hatte sich zum Unglückszeitpunkt nicht im Haus aufgehalten. Der 45-jährige Vater der Jungen, dessen 47 Jahre alte Lebensgefährtin sowie ein 10 Jahre altes Mädchen konnten nur noch tot geborgen werden.

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