Aachen/ Düren/ Heinsberg: Trinkwasser billiger, Abwasser meist teurer

Aachen/ Düren/ Heinsberg: Trinkwasser billiger, Abwasser meist teurer

Das Trinkwasser ist in Nordrhein-Westfalen im Durchschnitt etwas preisgünstiger geworden - die Abwassergebühren sind aber umso deutlicher gestiegen. Das hat das Statistische Landesamt in Düsseldorf errechnet.

Anfang des Jahres lag der Durchschnittspreis bei 1,62 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser - und damit einen Cent niedriger als zwei Jahre zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Preis unverändert.

Anders bei den Abwassergebühren, die nach dem Trinkwasserverbrauch errechnet werden: Dafür wurden Anfang des Jahres im NRW-Durchschnitt 2,59 Euro pro Kubikmeter verlangt - drei Cent mehr als ein Jahr zuvor und acht Cent mehr als zwei Jahre zuvor. Verbrauchsunabhängige Kosten wie etwa Zählergebühren wurden dabei nicht berücksichtigt.

Die Unterschiede sind von Kommune zu Kommune beträchtlich: Die Preisspanne reichte beim Trinkwasser von 0,62 Euro in der Gemeinde Hövelhof (Kreis Paderborn) bis 2,68 Euro in Solingen. Die Abwasserpreise lagen zwischen 1,07 Euro in der Gemeinde Reken im Münsterland und 6,52 Euro in der Gemeinde Elsdorf (Rhein-Erft-Kreis).

In der Städteregion Aachen blieb der Trinkwasserpreis im Durchschnitt konstant bei 2,11 Euro je Kubikmeter. Die Abwassergebühren stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 9 Cent auf 2,96 Euro. In Aachen stiegen die Abwassergebühren um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 2,73 Euro. Die Trinkwassergebühren blieben bei 2,12 Euro ebenfalls konstant. In der Städteregion zahlen die Simmerather mit 1,48 Euro pro Kubikmeter am wenigsten fürs Trinkwasser, die Monschauer mit 5,34 Euro am meisten fürs Abwasser.

Im Kreis Düren zeigt sich ein anderes Bild: Hier stiegen die Trinkwasserpreise im Durchschnitt um einen Cent auf 1,56 Euro. Dafür wurde aber das Abwasser sechs Cent günstiger (2,88 Euro). In Nörvenich und Vettweiß ist das Trinkwasser am günstigsten (1,08 Euro) und das Abwasser in Titz am teuersten (4,30 Euro).

Im Kreis Heinsberg müssen die Menschen im Durchschnitt weiterhin 1,33 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser berappen. Die Abwassergebühren stiegen um acht Cent auf 2,89 Euro. Die Waldfeuchter müssen nur 0,96 Euro pro Kubikmeter fürs Trinkwasser zahlen, die Wegberger mit 4,33 Euro am meisten fürs Abwasser.

Mit den Wasser- und Abwasserentgelten dürfen die Gemeinden keine Gewinne erzielen. Die Kosten können sich wegen der unterschiedlichen geografischen Verhältnisse stark unterscheiden. Eine Kommune mit sandigem Untergrund im Flachland hat im Vergleich zu einer ländlichen Gemeinde in felsigem Bergland deutlich geringere Kosten für Bau und Unterhalt des Kanal- und Rohrnetzes.

Ergebnisse für Gemeinden, Städte und Kreise in der region finden Sie hier.
http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2013/pdf/308_13.pdf

(red/dpa)
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