Düsseldorf: Tourismus in NRW weiter im Aufwärtstrend

Düsseldorf : Tourismus in NRW weiter im Aufwärtstrend

In vielen Regionen Nordrhein-Westfalens boomt der Tourismus. Dabei spielt nach Einschätzung vom Marketing-Verein Tourismus NRW auch die unsichere politische Lage in einigen Urlaubszielen im Ausland eine Rolle.

2016 werde für den Tourismus in Nordrhein-Westfalen das siebte Wachstumsjahr in Folge, sagte Julie Sengelhoff von Tourismus NRW der Deutschen Presse-Agentur. Viele Menschen hätten auf eine Auslandsreise verzichtet und dafür lieber Urlaub und Kurztrips vor der Haustür gemacht. Ein Grund dafür sei die unsichere Lage in der Welt.

Etwa jede zwölfte der deutschlandweit 77,1 Millionen Kurzreisen habe einen Ort in NRW als Ziel, sagte Sengelhoff. 37,3 Millionen Übernachtungen gab es von Januar bis September. Allerdings sei NRW ein Kurzreiseziel: Durchschnittlich bleiben die Gäste 3,1 Nächte, sagte Sengelhoff. Im Bundesdurchschnitt sind es 4,8.

Nach wie vor beliebt in NRW sind die ländlichen Regionen wie der Niederrhein, das Sauerland oder das Münsterland, aber auch die Metropolen mit ihrem Kulturangebot. Der Ruhrtalradweg zwischen Winterberg und Duisburg, der Rheinsteig in der Eifel oder die Heilbäder im Teutoburger Wald seien über die Landesgrenzen hinaus bekannte Ziele, sagte Sengelhoff.

Mittlerweile verstünden sich die Regionen auch weniger als Konkurrenten. Das zeige sich am Beispiel Ruhrtalradweg, der aus den Sauerländer Bergen quer durchs Ruhrgebiet führt. Die Regionen profitierten dort voneinander.

Insgesamt macht die Tourismusbranche in NRW laut Wirtschaftsministerium einen Jahresumsatz von mehr als 40 Milliarden Euro. Rund 600.000 Menschen hätten einen Arbeitsplatz im Tourismus.

(dpa)
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