Aachen: Tosender Applaus für „Monsieur Euro”

Aachen: Tosender Applaus für „Monsieur Euro”

Bevor Jean-Claude Trichet am Donnerstag den Internationalen Karlspreis zu Aachen im Rathaus der Stadt entgegennehmen kann, muss er noch einen vollen Terminkalender abarbeiten.

Am Mittwoch besuchte der Präsident der Europäischen Zentralbank auch die RWTH Aachen - und wie erwartet kamen die Studenten und Gäste zahlreich, um zu hören, was er zu sagen hatte.

Nach der Begrüßung durch RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg, referierte der designierte Karlspreisträger Trichet die Chancen und Tücken der Globalisierung, erklärte die Ursache der Weltwirtschaftskrise und sprach darüber, wie man das Unerwartete managen kann.

„Man muss auf das Unerwartete gefasst sein, denn die Welt verändert sich schnell - und man muss darauf regieren können”, appellierte Trichet an die Zuhörer. Auch die Studenten kamen zu Wort, sie hatten im Anschluss an den Vortrag die Möglichkeit, dem Präsident der Europäischen Zentralbank Fragen zu stellen. Und die Studierenden interessierte vor allem, wie Trichet die Zukunft Europas sieht.

Zu weit wollte er sich diesbezüglich aber nicht aus dem Fenster lehnen - wie er in seinem Vortrag schon betonte, rechnet er mit dem Unerwarteten. „Als ich in Ihrem Alter war, da war es für mich unglaublich, dass wir in Europa eines Tages in Frieden leben werden. Was sagen sie dazu?”, stellte Trichet die Gegenfrage. Zum Abschluss dankte das Publikum Trichet mit tosendem Applaus.

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