Heinsberg/Aachen: Tödlicher Nachbarschaftsstreit: Rechtsmedizin soll helfen

Heinsberg/Aachen: Tödlicher Nachbarschaftsstreit: Rechtsmedizin soll helfen

Die Vernehmung der vier Polizisten, die vergangene Woche Donnerstag zu einem eskalierenden Nachbarschaftsstreit in Heinsberg-Unterbruch gerufen wurden, hat keine Klarheit über die genauen Abläufe des Einsatzes ergeben.

Wie der Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft, Jost Schützeberg, am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, gebe es nach wie vor keine klaren Antworten auf offene Fragen: Zu welchem Zeitpunkt fiel der Schuss? Wie lange dauerte es vom Abgeben des Schusses bis zur ärztlichen Behandlung des Angeschossenen? Wie genau gelangte der Angeschossene zurück in seine Wohnung?

Die Polizisten waren in dem Mehrfamilienhaus in Heinsberg-Unterbruch eingetroffen, als ein 35-Jähriger mit einer Eisenstange vor der Wohnung einer Nachbarin stand. Als die Polizei eingreifen wollte, griffen der 35-Jährige und sein 75-jähriger Vater die vier Polizisten mit Messern an und verletzten zwei von ihnen schwer. Ein Polizist schoss dem Vater daraufhin in den Oberschenkel, der später verblutete. Der 35-Jährige wurde mittlerweile in die Psychiatrie eingewiesen, gegen ihn wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

Die Kölner Rechtsmedizin soll nun unter anderem anhand der sichergestellten Waffen feststellen, wie der Einsatz genau abgelaufen ist, sagte Schützeberg.

(gego)
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