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Thomas Müller und David Garrett beim CHIO 2022

Media Night beim CHIO 2022 : Wiedersehen auf dem roten Teppich

Lang nicht mehr gesehen: Nach zwei Jahren Auszeit dürfen beim CHIO in Aachen auch die Mächtigen und Illustren wieder zusammenkommen.

Endlich wieder! Dieser Satz fällt dieser Tage häufig, wenn Menschen zusammenkommen, sich begegnen, feiern, schwatzen, tanzen und trinken – eben ganz so wie vor der Pandemie. Das ist an diesem Dienstagabend nicht viel anders. Auch wenn die Menschen, die hier aufeinandertreffen, vielleicht ein bisschen bekannter sind, als so manch anderer. Kurzum: Die Prominenz ist zurück auf dem roten Teppich.

Media Night heißt das beim CHIO Aachen – und weil 2022 eben alles wieder so ist, wie es gefühlt immer schon war, geben die Mächtigen und Illustren, die Stars und Sternchen ihr Stelldichein hinter der Reitertribüne in der Aachener Soers.

Franziska van Almsick zum Beispiel. Die ehemalige Weltklasseschwimmerin ist seit Jahren Teil des Medienzirkus und kennt wahrscheinlich so jeden roten Teppich, der in Deutschland ausgerollt wird. Und trotzdem wirkt sie fast ein bisschen verschüchtert, als sie ins Blitzlichtgewitter der Fotografen tritt und sich den Fragen der vielen Journalisten stellt. Ob sie denn froh sei, wieder bei solch einem Event dabei zu sein, will man wissen. „Ich war viel zu lange nicht hier“, sagt sie. Den CHIO in Aachen müsse man eben gesehen haben. Für van Almsick stehen dabei nicht die prominenten Gesichter im Mittelpunkt. „Ich bin wegen des Sports hier“, sagt sie.

Hendrik Streeck ist auch auf dem roten Teppich. Der Bonner Virologe war in den vergangenen zwei Jahren ein gefragter Mann. Klar, dass man auch an diesem Abend nicht an „seinem“ Thema vorbeikommt. Entspannt, gelassen und zugewandt beantwortet Streeck die Fragen, die dann eben so kommen. Er sei froh, wieder unter Menschen zu sein, sagt er. Besorgt sei er wegen des Coronavirus derzeit nicht, auch deshalb weil jetzt eben Sommer sei. Frische Luft, genügend Abstand, solche Sachen. Ohnehin müsse man langfristig lernen, mit dem Virus zu leben.

Auch Hermann Bühlbecker hat eine Botschaft im Gepäck an diesem Abend. Von Sehen und Gesehen werden will der Alleininhaber der Süßwaren-Unternehmer und Mitgastgeber der Media Night nichts wissen. Er wolle Menschen zusammenbringen, sie begeistern für diese tolle Sportveranstaltung, von denen es weltweit nur wenig vergleichbare gebe. „Dieser Abend ist gemacht, um miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagt Bühlbecker. Mit Oberflächlichkeit habe das alles nichts zu tun.

Thomas Müller hat guten Laune mitgebracht – und seine Frau Lisa im Arm. So oft komme es ja nicht vor, dass er sich zusammen mit seiner Frau in Schale schmeiße und über den roten Teppich laufe, sagt er. „Wir wollen den Abend einfach genießen“, sagt der Bayern-Star noch und entschwindet mit seiner Lisa ins riesige VIP-Zelt. Müller selbst hat derzeit noch Fußball-Pause, während seine Frau im Einsatz ist. Die 32-Jährige Dressurreiterin startet mit Chuck Bass am Mittwochnachmittag im Rahmenprogramm des Reitturniers in einem Prix St. Georges.

 Nicht zum ersten Mal zu Besuch in der Aachener Soers: Der Virologe Prof. Hendrik Streek (l.) und Ehemann Paul Zubeil.
Nicht zum ersten Mal zu Besuch in der Aachener Soers: Der Virologe Prof. Hendrik Streek (l.) und Ehemann Paul Zubeil. Foto: dpa/Roberto Pfeil

Stargeiger David Garrett lässt es lieber entspannt angehen. Er ist auf Heimatbesuch an diesem Abend. Der gebürtige Aachener ist längst Weltbürger, doch den Besuch in der Soers lässt sich der 41-Jährige nicht entgehen. Mal wieder. 2010 war er schon einmal hier – auch wenn sich Garrett daran nicht mehr so recht erinnern kann. Wirklich!?, fragt er verdutzt, als ihn ein Reporter darauf anspricht. Vielleicht habe er ja damals zu viel getrunken, lacht er. Aber dass er schon mal hier war, davon wisse er beim besten Willen nichts mehr. Umso mehr freue er sich jetzt auf den Abend. „Mit netten Menschen und guten Freunden.

Also dann auf ein Neues.