„The Voice of Germany“ Kandidat Niklas Schregel nach seinem Auftritt

„The Voice“ Kandidat Niklas Schregel : Wenn das Smartphone nicht mehr still steht

Niklas bei „The Voice“: „Es war beängstigend“

Am Sonntag hat er die Bühne gerockt und nicht nur die Jury in seinen Bann gezogen: Der 25-jährige Niklas Schregel aus Siersdorf steht nach seinem erfolgreichen Auftritt bei der Casting-Show „The Voice of Germany“ im Rampenlicht. Was das für ihn persönlich bedeutet und wie er mit dem neu gewonnenen Ruhm umgeht, hat er am Tag danach erzählt.

Niklas Schregel hat nicht viel geschlafen. Seit sein Auftritt bei der Casting-Show „The Voice of Germany“ am Sonntagabend ausgestrahlt wurde, steht das Smartphone des 25-jährigen Siersdorfers nicht still. Nur zehn Minuten nach seinem Debüt auf der großen Fernsehbühne hatte sich die Zahl seiner Abonnenten auf der Fotoplattform Instagram bereits verdoppelt. Über tausend Menschen gefällt das Foto seines Auftritts und Kommentare und persönliche Nachrichten laufen im Minutentakt ein. „Zuerst habe ich noch versucht alles zu beantworten“, erzählt Schregel. „Aber ich bin irgendwann einfach nicht mehr hinterhergekommen.“

Immer wieder wirft der 25-Jährige einen Blick auf das Smartphone. Das habe sich wegen der Nachrichtenflut zwischenzeitlich sogar aufgehängt. Von heute auf morgen in der Öffentlichkeit zu stehen ist für Schregel noch ungewohnt, mit den fast ausschließlich positiven Rückmeldungen ist er aber mehr als zufrieden. „Viele haben nicht nur meine Stimme, sondern auch meine Ausstrahlung und mein Auftreten gelobt“, sagt er. Das habe ihn besonders gefreut.

Grund für die Aufregung in den Sozialen Medien ist Schregels Auftritt in der Casting-Show „The Voice of Germany“. Ganz spontan hatte er sich im letzten Jahr beworben und sich nach mehreren Vorrunden für die sogenannten „Blind Auditions“ vor der Jury qualifiziert. Mit dem Song „Scars" von James Bay sorgte er bei dieser für reichliche Aufsehen. „Ich glaube, dich hat der Himmel geschickt“, sagte Rapper Sido und Sängerin Alice Merton, die den 25-jährigen förmlich anschmachtete, prognostizierte: „Ich glaube, du könntest ‚The Voice of Germany‘ werden.“

Mit so einer Resonanz hatte der Siersdorfer nicht gerechnet. „Ich glaube man hat es mir auch angesehen“, sagt er. „Ich konnte es selber nicht glauben.“ Dass so viel Lob aber auch hohe Erwartungen weckt, weiß Schregel nur zu gut. Als nächstes stehen für ihn die sogenannten „Battles“ an, in denen er sich direkt mit einem Konkurrenten messen muss. Er hat die Latte hoch gelegt, ist aber optimistisch: „Das habe ich mir ja schließlich so ausgesucht.“

Musik im Vordergrund

Angeschaut hat Schregel seinen Auftritt mit der Familie in seinem Siersdorfer Elternhaus, wo er nach einem vierjährigen Studium in den USA aktuell wieder wohnt. Fast alle, die dort mit ihm auf der Couch saßen, berichtet er, seien auch mit ihm im „The Voice“-Studio gewesen. In Sachen Musik hat ihn seine Familie stark beeinflusst, denn im Hause Schregel gibt es eine eigene Familienband, mit der der 25-Jährige auch schon auf kleinen Bühnen in der Region stand. Von seinem aktuellen „The Voice“-Mentor Rea Garvey hat er vor allem mit seinem Vater schon einige Stücke gesungen. „Ganz nebenbei“ spielt der 25-Jährige übrigens auch noch Fußball in der Mittelrheinliga für den VfL Vichttal. Im Moment stehe aber die Musik im Vordergrund.

Auch über die Karriere nach „The Voice“ denkt Schregel bereits nach. „Das ist eine Show und die ist, egal wie es ausgeht, auch irgendwann zu Ende“, sagt der 25-Jährige. „Ich sehe das auf jeden Fall als gutes Medium sich zu zeigen.“ Wichtig sei es ihm, auch eigene Stücke zu schreiben. Besonders das Texten, sagt Schregel, läge ihm und er hätte schon viele Ideen. Seinen Auftritt in der Öffentlichkeit möchte der junge Musiker jedenfalls entspannt angehen. „Ich muss jetzt vielleicht mein Profil etwas besser pflegen“, sagt er, „aber eigentlich will ich einfach nur Musik machen.“

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