NRW-Regierung sieht Handlungsbedarf: Talent soll bei Aufnahme an NRW-Sportschulen mehr zählen

NRW-Regierung sieht Handlungsbedarf : Talent soll bei Aufnahme an NRW-Sportschulen mehr zählen

Sportbegabung soll nach dem Willen der nordrhein-westfälischen Regierungsfraktionen für die Aufnahme in eine der NRW-Sportschulen mehr Gewicht bekommen.

„An den Sportschulen müssen die besten Talente gefördert werden“, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag. Daher müsse das individuelle sportliche Potenzial der Bewerber bei der Aufnahme in eine der 18 Sportschulen des Landes stärker zum Tragen kommen. Derzeit prüfe das Schulministerium, wie dafür eine geeignete Rechtsgrundlage geschaffen werden könne.

Die Deutsche Sporthochschule Köln hatte das Profil der Sportschulen wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Die Daten sind allerdings noch nicht vollständig ausgewertet. Erste Ergebnisse haben nach Ansicht von CDU und FDP aber bereits Handlungsbedarf offenbart: Neben der Stärkung des Aufnahmekriteriums „Talent“, wollen sie unter anderem eine jährliche Ehrung der besten Sportschule einführen.

Zudem sei festgestellt worden, „dass die Schulprogramme an vielen Standorten veraltet sind“, heißt es im Antrag der Regierungsfraktionen. Es fehle ein „explizites sportliches Leitbild“. Daher müssten die Schulprofile geschärft werden.

In den 18 Sportschulen wird neben dem regulären Unterricht mehr Zeit in die sportliche Nachwuchsförderung gesteckt. „Sie verfolgen das Ziel, sportliche Nachwuchstalente so zu unterstützen, dass die Karriere im Leistungssport und der individuelle Bildungsgang bestmöglich verlaufen“, erklärte Gebauer. „Talente erhalten hier ausgezeichnete Rahmenbedingungen, um Schule und Leistungssport miteinander vereinbaren zu können.“

Über den Antrag der Regierungsfraktionen soll nach den Herbstferien abschließend im Sportausschuss des Landtags abgestimmt werden.

(dpa)
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