Aachen: Super C: Erdwärme-Heizung ist gescheitert

Aachen: Super C: Erdwärme-Heizung ist gescheitert

Das ambitionierte Vorhaben, das futuristische Super C der RWTH in Aachen mit Erdwärme aus knapp zwei Kilometern Tiefe zu beheizen, ist gescheitert. Das Geothermie-Projekt war vor knapp neun Jahren begonnen worden und verschlang nach diversen Rückschlägen bislang mindestens 5,1 Millionen Euro.

Nach den Wintermonaten und mehreren Testläufen steht nun endgültig fest, dass der Wasserkreislauf aus einer Tiefe von exakt 1970 Metern lediglich eine Temperatur von 50 Grad Celsius an die Oberfläche bringt und damit nicht genug Energie liefert, um das riesige Gebäude ausreichend mit Wärme zu versorgen.

RWTH-Pressesprecher Toni Wimmer bestätigte am Mittwoch auf Anfrage unserer Zeitung, dass deswegen ein externer Gutachter beauftragt wurde. Dieser soll bis Mai eine „Schwachstellen-Optimierung unter den veränderten Rahmenbedingungen” erarbeiten. Will heißen: Bestenfalls wird die Erdwärme, die von den Wissenschaftlern mindestens 30 Grad Celsius heißer erwartet worden war, in einem Energie-Mix zu nutzen sein.

Seit der Eröffnung im Jahr 2008 wird das 23 Millionen Euro teure Super C im Herzen Aachens über herkömmliche Fernwärmeleitungen gespeist. Frühestens im Sommer dieses Jahres will man das neue Heizkonzept realisieren. Welche Zusatzkosten dadurch entstehen, ist noch völlig offen.

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