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Bis zu 10.000 Anwohner könnten betroffen sein: Suche nach Kriegsbomben bringt Düsseldorf Straßensperre und Umleitung

Bis zu 10.000 Anwohner könnten betroffen sein : Suche nach Kriegsbomben bringt Düsseldorf Straßensperre und Umleitung

Unter einer viel befahrenen Straße im Düsseldorfer Westen liegen verdächtige Metallgegenstände tief in der Erde. Um festzustellen, ob es Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg sind, ist viel Aufwand nötig. Bis zu 10.000 Anwohner könnten betroffen sein.

Eine aufwendige Suche nach tief in der Erde vermuteten Kriegsbomben bringt den Verkehr im linksrheinischen Teil Düsseldorfs durcheinander. Betroffen ist unter anderem eine vielbefahrene Verbindungsstraße zu zwei Rheinbrücken. Unter anderem wird von Donnerstag, 18. Juni, bis voraussichtlich Montag, 6. Juli, der Rheinalleetunnel, der zur zentral gelegenen Rheinkniebrücke führt, in einer Richtung voll gesperrt. Der Verkehr wird umgeleitet.

Falls tatsächlich Bomben gefunden werden, müssten für den Zeitraum der Entschärfung je nach Größe des Sprengkörpers zwischen 5000 und 10.000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen.

Die vorbereitenden Arbeiten beginnen am Mittwochabend mit einer ersten Straßensperrung. Bis Samstag soll feststehen, ob die Metallkörper im Boden Sprengsätze oder harmlos sind. In der Nähe ist eine Klinik und der Sitz des Mobilfunkunternehmens Vodafone. Falls entschärft wird, soll das am Sonntag, 21. Juni, geschehen.

Die Verdachtspunkte befinden sich neben oder unter der Fahrbahn. Da die Metallkörper bis zu neun Meter tief liegen, muss die Straße aufgerissen werden. Um die Fahrbahn anschließend wieder herzustellen, werden zwei Wochen eingeplant. Die Feuerwehr hat ein Gefahrentelefon eingerichtet.

(dpa)