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Feuerwehren gefordert: Sturmtief Hermine sorgt für Unruhe

Feuerwehren gefordert : Sturmtief Hermine sorgt für Unruhe

Das Sturmtief „Hermine“ sorgte am Sonntagnachmittag für turbulente Zustände in der gesamten Region. Überall hielten die Folgen des ersten Wintersturms die Feuerwehren auf Trab.

Florian Kemper, ein Sprecher der Aachener Feuerwehr, zeigte sich zufrieden mit den Einsätzen des Tages. Zwischen 12 und 16 Uhr sei es zu 53 Einsätzen gekommen, die aber alle problemlos gelöst oder auf den Montag verschoben werden konnten.

In der Eifel sei es zu keinem Einsatz gekommen, der Fokus der Wachen der Städteregion habe auf Eschweiler und Stolberg gelegen. Hier waren neben den Einsatzkräften der Feuerwache waren auch die ehrenamtlichen Löschgruppen gefordert. So musste die Wehr zu 15 sturmbedingten Einsätzen im gesamten Stadtgebiet Stolbergs ausrücken.

In Schevenhütte drohten gleiche mehrere große Bäume auf einen Reitstall zu stürzen. Als erste Maßnahme wurden die Ställe geräumt und die Pferde in Sicherheit gebracht. Zur Unterstützung der wurde auch das städtische Forstamt angefordert.

In Düren hatte man die Feuerwehr zur Bahnstrecke Aachen - Düren gerufen, wo auf Höhe Langerwehes einige Bäume auf die Schienen zu stürzen drohten. Ab 16 Uhr hatten die Einsatzkräfte eine Sperrung veranlasst und entfernten die Gefahr.

Bereits in den frühen Morgenstunden trafen die ersten Sturmböen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 95 km/h auf das Einsatzgebiet der Alsdorfer Wehr, gegen 9 Uhr gingen die ersten Notrufe ein.

Im Anna Park wurde eine Solaranlage vom Dach eines Wohnhauses heruntergeweht, in Alsdorf-Reifeld stürzte ein großer Baum auf eine Fahrbahn und durchtrennte eine Stromleitung. Unterstützt wurden die Einheiten vom Technischen Dienst der Stadt Alsdorf.

Auch die Herzogenrather Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun. Zusätzlich zu den acht Einsätzen im Zusammenhang mit Hermine, mussten sie zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Roermonder Straße nach Kohlscheid und zu einer Drehleiterrettung an einem Haus an der Geilenkirchener Straße ausrücken.

Ein ähnliches Aufkommen bot sich der Gangelter Feuerwehr. Zwischen Hastenrath und Saeffelen versperrte ein umgestürzter Baum die Fahrbahn Hoferstraße. Die Einsatzkräfte beseitigten das Hindernis, da jedoch weitere Bäume umzustürzen drohten, wurde zur Sicherheit der Bereich gesperrt. Auch im Selfkanter Ortsteil Tüddern musste eine Straße gesperrt werden, nachdem sich eine größere Blechplatte von einem Dach gelöst hatte und drohte auf die Fahrbahn der Von-Humbold-Straße zu stürzen. Die Situation konnte jedoch mit einem Drehleiter-Wagen der Selfkanter Kollegen entschärft werden.

In den meisten Fällen mussten die verschiedenen Wehren umgestürzte Bäume von Straßen entfernen, aber auch Bäume, die umzufallen drohten.

(red)