Straftaten in NRW-Freibädern im ersten Halbjahr 2019 auf AfD-Anfrage

AfD-Anfrage im Düsseldorfer Landtag : Mindestens 105 Straftaten in NRW-Freibädern

Im ersten Halbjahr 2019 wurden laut Innenministerium mindestens 105 Straftaten in Freibädern in Nordrhein-Westfalen registriert. In den meisten Fällen – 82 mal – handelte es sich demnach um Diebstähle.

Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD im Düsseldorfer Landtag hervor. Die Statistik ist nicht komplett vollständig, da das Ministerium lediglich die Zahlen zu zehn Delikten aufführt, die von der AfD nachgefragt wurden. Straftaten wie Beleidigung oder Verstöße gegen das Waffengesetz tauchen in der Auflistung nicht auf. Zudem wurden nur Anzeigen erfasst, die polizeiintern unter dem zum 1. Januar neu eingeführten Tatort-Stichwort „Freibad“ abgespeichert wurden.

Laut der veröffentlichten Statistik wurden in dem Zeitraum zwischen 1. Januar und 30. Juni 25 Tatverdächtige erfasst - 23 davon waren männlich, die meisten unter 18 Jahren alt. Zwölf Personen wurden als Opfer registriert, die durch Körperverletzung (9), Raub (1), Nötigung (1) oder eine Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung (1) geschädigt wurden.

Mit zwölf Verfahren gab es die meisten Ermittlungen in Bonn. Für Düsseldorf, wo das Rheinbad unter anderem am letzten Juni-Wochenende zwei Mal geräumt worden war, weist die Statistik für das erste Halbjahr lediglich zwei Diebstähle aus. Tatsächlich wurden am besagten Wochenende des 29. und 30. Juni laut Düsseldorfer Polizei drei Anzeigen wegen Körperverletzungen und einer Bedrohung geschrieben. Warum diese in der Statistik nicht auftauchen, blieb unklar.

(dpa)