Störfall in AKW Doel: FANC spricht von „minimalem Leck“

Brüssel: Doel-Betreiber Electrabel zu Störfall: „Man muss nicht panisch werden“

Der belgische Meiler Doel 1 hat ein Leck im nuklearen Bereich. „Wegen des Lecks verliert der Meiler ein wenig Wasser“, sagte Anne-Sophie Hugé, Sprecherin des Betreiber Engie-Electrabel am Sonntag auf Anfrage unserer Zeitung. Das Leck befindet sich demnach in einem Notkühlsystem im Reaktor.

Die belgische Atomaufsichtsbehörde Fanc teilt diese Auffassung. In einer Stellungnahme teilte die Behörde mit, bei dem Leck in Doel 1 handele es sich um ein Leck von „geringer Wichtigkeit“. Es stelle kein Sicherheitssystem dar, heißt es weiter - und auch, dass Engie den Block freiwillig vom Netz genommen habe. Der Störfall werde aber weiter untersucht, noch lässt sich laut Fanc nicht sagen, auf welcher Stufe der Ines-Skala (Internationale Bewertungsskala für nukleare und radiologische Ereignisse) der Fall angesiedelt ist.

In Belgien stürzt sich die Politik dennoch auf den Vorfall. Die belgischen Grünen erklärten, dass der alte Meiler an seine Grenzen stoße. Doel 1 ist seit 1974 am Netz, die Laufzeit war schon um zehn Jahre verlängert worden. Die Sozialistische Partei erklärte, dass die zunehmenden Vorfälle in den belgischen AKW besorgniserregend seien.

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