Köln: Stifter ziehen Zusage für Kölner Museumsbau zurück

Köln: Stifter ziehen Zusage für Kölner Museumsbau zurück

Nach mehr als zehnjährigen Verhandlungen hat ein Kölner Ehepaar seine Zusage für die Schenkung eines Anbaus des Kölnischen Stadtmuseums zurückgezogen.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung begründeten die Stifter ihren Rückzug mit den persönlichen Angriffen gegen sich, die zu einer enormen Belastung geführt hätten.

Einer „immer unsachlicher und bösartiger werdenden Diskussion” wolle man sich nicht länger aussetzen. So beklagten die Eheleute, dass ihre Namen gegen ihren erklärten Willen in die Öffentlichkeit gelangt sind.

Kölns scheidender Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) nannte die Entscheidung „einen schweren Schlag für das kulturelle Leben der Stadt, für das bürgerschaftliche Engagement und die Stifterkultur Kölns.” Angesichts der nicht abreißenden Vorwürfe und Anfeindungen habe er aber durchaus Verständnis für die Entscheidung der Stifter.

Diese wollten fünf Millionen Euro für den dringend benötigten Anbau zur Verfügung stellen. Das Vorhaben war kritisiert worden, weil die Stifter festgelegt hatten, nach welchem Entwurf der Anbau erstellt werden und wer den Bauauftrag erhalten sollte. So ist umstritten, ob das Bauvorhaben nicht öffentlich ausgeschrieben werden muss.

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