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Kulturministerium: Steigerlied und Trinkhallenkultur werden NRW-Kulturerbe

Kulturministerium : Steigerlied und Trinkhallenkultur werden NRW-Kulturerbe

Das Steigerlied und die Trinkhallenkultur werden in das immaterielle Kulturerbe von Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Aus 18 Bewerbungen habe eine Jury diese beiden Traditionen ausgewählt, teilte das NRW-Kulturministerium am Freitag in Düsseldorf mit.

Das Steigerlied beginnt mit den Zeilen „Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt“ und wird auch nach dem Ende des Steinkohlebergbaus bei vielen Gelegenheiten gesungen. Die Trinkhallen sind ein Markenzeichen des Ruhrgebiets.

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Damit hat das Landesinventar des immateriellen Kulturerbes nun zwölf Einträge: unter anderem die Bolzplatzkultur, die Martinstradition, den rheinischen Karneval und das Schützenwesen. Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) würdigte das Landesinventar als „eindrückliches Zeugnis der menschlichen Kreativität und kulturellen Vielfalt in Nordrhein-Westfalen“.

Fünf weitere Traditionen wurden für das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes nominiert: das Brieftaubenwesen, Buchbinderhandwerk, Papiertheater sowie als gutes Praxisbeispiel der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege. Dazu kommt die Demoscene. Ein erster Vorschlag aus der digitalen Kultur: Die Szene produziert mit technischem und künstlerischem Knowhow digitale audiovisuelle Werke.

Ob die nominierten Kulturformen tatsächlich in das bundesweite Verzeichnis kommen, steht nach verschiedenen Instanzen erst zu Beginn des Jahres 2021 fest.

(dpa)