Essen/Neuss/Bochum: Staus, Frost und verletzte Polizisten

Essen/Neuss/Bochum: Staus, Frost und verletzte Polizisten

Neuschnee auf den Straßen in NRW hat zum Wochenbeginn für Dauerstaus und tödliche Verkehrsunfälle gesorgt. Landesweit stauten sich am Montagvormittag die Autos auf bis zu 280 Kilometer und damit etwa auf die doppelte Länge eines gewöhnlichen Montags, teilte die Polizei mit.

Für die nächsten Tage erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) arktische Luft und bis zu 20 Grad Minus am Mittwochmorgen. „Es wird bitterkalt”, sagte ein DWD-Sprecher. Das gelte für die ganze Woche: Vor allem am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag seien außerdem Neuschnee und starker Wind zu erwarten. Die Autofahrer müssen wieder mit starken Behinderungen rechnen.

Ein Polizist, der in Bochum einen Unfall aufnehmen wollte, ist dabei selbst verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, waren die Beamten zu einem harmlosen Unfall gerufen worden. Ein 34 Jahre alter Autofahrer war auf schneeglatter Straße mit seinem Auto ins Rutschen gekommen und gegen parkende Wagen gestoßen.

Die Polizisten waren gerade dabei, seine Personalien aufzunehmen, als ein weiteres Auto in den Wagen des 34-Jährigen prallte. Der Mann und ein 37 Jahre alter Polizist stürzten und verletzten sich. Der Autofahrer kam mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus, der Polizist machte sich selbst auf zum Arzt.

Auf dem Mittellandkanal indes waren nach tagelangem Dauerfrost sechs Eisbrecher im Einsatz, um die Wasserstraße von der westfälischen Grenze bis Wolfsburg befahrbar zu halten. Möglicherweise müsse der Kanal wegen zu vieler Eisschollen demnächst ab Braunschweig gesperrt werden, hieß es. Im Rest Nordrhein-Westfalens gab es keine Probleme mit befrorenen Kanälen.