Aachen/Leverkusen: Stau-Monat November: Alles nur Einbildung?

Aachen/Leverkusen: Stau-Monat November: Alles nur Einbildung?

November: Das bedeutet ständige Staus auf den Straßen - so empfinden es viele Autofahrer. Doch der elfte Monat sei nur „gefühlt“ der Monat mit den meisten Staus, meldet jetzt die Verkehrszentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW. Tatsächlich gebe es in Nordrhein-Westfalen die meisten Staus in den Monaten März und Oktober. Was ist also dran am Phänomen Novemberstau?

Fakt sei: Im November seien rund fünf Prozent weniger Autos und Lastwagen auf unseren Straßen unterwegs als in den beiden staureichsten Monaten. Das schlechte Wetter und die Dunkelheit veranlassten die Autofahrer allerdings zu einem deutlich passiveren Fahrstil mit häufigem Bremsen, größeren Abständen und geringeren Geschwindigkeiten.

Diese Fahrweise senke zwar die Aufnahmefähigkeit der Straßen um bis zu zehn Prozent. Unterm Strich gebe es im November aber dennoch rund zehn Prozent weniger Staus als etwa im Oktober. Die Länge und Dauer der Staus fielen sogar um bis zu 20 Prozent geringer aus.

„Im Wesentlichen gibt es drei Gründe für Staus: Das sind volle Straßen, Baustellen und Unfälle“, vermeldet der Landesbetrieb. Die Statistik widerlege aber auch in dieser Hinsicht das Empfinden vieler Autofahrer: Im November gehe nämlich die Zahl der Baustellen regelmäßig nach unten, weil viele Straßenbauarbeiten vor dem Wintereinbruch beendet werden müssten.

Die Zahl der Verkehrsunfälle steigt demnach ebenfalls nicht an: Im November krache es auf den Straßen ebenso häufig wie beispielsweise im Oktober oder Dezember.

Unterm Strich bleibt festzuhalten: Es ist nichts dran an der Legende vom Staumonat November. Wer derzeit dennoch in der Blechschlange feststeckt, kann sich also zumindest damit trösten, dass ihm das im Oktober genauso hätte passieren können.

(red)
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