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Wegen Corona: Start-ups in NRW erhielten 2020 weniger Geld von Investoren

Wegen Corona : Start-ups in NRW erhielten 2020 weniger Geld von Investoren

Start-ups aus Nordrhein-Westfalen haben im vergangenen Jahr die Corona-Krise zu spüren bekommen. Junge Unternehmen sammelten bei Investoren weniger Geld ein, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie der Beratungsgesellschaft EY zeigt.

Das Finanzierungsvolumen sank von 268 Millionen Euro 2019 auf 196 Millionen Euro. Die Zahl der Finanzierungsrunden ging von 87 auf 62 zurück.

NRW bleibt damit deutlich hinter den deutschen Start-up-Hochburgen Berlin und Bayern zurück. In Berlin steckten Investoren fast 3,1 Milliarden Euro in Start-ups, in Bayern waren es 1,5 Milliarden Euro. Das bevölkerungsreichste Bundesland NRW hat laut Studie einen Marktanteil von 4 Prozent an den Start-up-Finanzierungen in Deutschland.

Start-ups sind auf Geld von Investoren angewiesen, da sie in aller Regel noch keinen Gewinn schreiben. Fonds und große Firmen stecken Kapital in verheißungsvolle Firmen in der Hoffnung, dass sich deren Geschäftsideen durchsetzen und ihnen üppige Profite bescheren. Start-ups gelten als Innovationstreiber für die Wirtschaft.

Bundesweit erhielten Start-ups im vergangenen Jahr 5,3 Milliarden Euro von Investoren und damit 15 Prozent weniger als im Rekordjahr 2019. Große Deals über 100 Millionen Euro gab es seltener. Die 5,3 Milliarden waren aber der zweithöchste Wert der vergangenen Jahre, und es kamen auch mehr Start-ups an Investorengeld: Die Zahl der Finanzierungsrunden stieg um sechs Prozent auf 743 - ein Höchststand. Das von vielen befürchtete große „Start-up-Sterben“ sei im vergangenen Jahr aber ausgeblieben, heißt es in der Studie.

(dpa)