Tretroller: Städte richten Verbotszonen für E-Scooter ein

Tretroller : Städte richten Verbotszonen für E-Scooter ein

Seit Mitte Juni sind E-Scooter auch in NRW unterwegs. Das ist in Düsseldorf, Köln oder Mönchengladbach nicht mehr zu übersehen. Grundsätzlich müssen die Fahrer der E-Tret­roller dieselben Regeln beachten wie Radfahrer, sagt ein Sprecher der Stadt Düsseldorf.

So dürfen sie etwa nicht in Fußgängerzonen fahren – und auch nicht in Fußgängerzonen oder Grünanlagen und Parks abgestellt werden. In Köln gibt es außerdem ein Abstellverbot im Umfeld des Doms und in der Altstadt.

Die Verbotszonen wurden schon im Vorhinein festgelegt. Nun muss sich zeigen, wie effektiv sie sind. „Wir behalten uns ergänzende Regelungen vor, was das Abstellen betrifft“, sagt der Sprecher aus Düsseldorf. Bislang sei aber noch keine Verbotszone angestrebt, auch in Köln, Mönchengladbach und Bonn nicht. Gesetzlich ist geregelt, was E-Roller-Fahrer dürfen – die bis zu 20 Stundenkilometer schnellen Roller gelten als „Elektrokleinstfahrzeuge“. Verboten ist zum Beispiel der „Personentransport“.

Auch in Aachen werden die E-Scooter vermutlich im Spätsommer ankommen. Die Stadt sieht die Roller als Ergänzung zum ÖPNV-Angebot, sagt ein Sprecher. So könne zum Beispiel die „letzte Meile“ von der Bushaltestelle nach Hause zurückgelegt werden. Mit den Verleihern suche man einvernehmlich nach Lösungen. Angestrebt werden „geordnete Verhältnisse“, das umfasst auch ausgewiesene „Nester“, an denen die E-Scooter abgestellt werden können. Nur in definierten Regionen soll das möglich sein. In anderen Arealen weise die begleitende App darauf hin, dass das nicht möglich sei. Wer einen E-Roller mietet, kann über die Apps der Anbieter die Zonen sehen, in denen nicht geparkt werden darf. Auch die Abstellorte werden angezeigt. Das Abstellen ist überall erlaubt, wo es nicht ausdrücklich verboten ist.

Damit Kunden der Leih-Anbieter nicht trotz Auflagen etwa durch eine Fußgängerzone rasen, haben Firmen wie „Circ“ und „Tier“ eine Funktion eingebaut, die den E-Scooter dort auf fünf bis sechs Kilometer pro Stunde drosselt. „Das Fahrzeug würde sich automatisch verlangsamen, wenn es laut GPS-Koordinaten in eine solche Zone gelangt“, sagte eine „Circ“-Sprecherin. Wer seinen Leihroller in einer Verbotszone abstellen will, muss so lange weiterbezahlen, bis er sie verlassen hat.

Unterdessen hat es in Düsseldorf am Mittwoch den ersten Unfall mit einem der neuen Roller gegeben. Laut Polizei wurde eine 40-jährige Radfahrerin beim Zusammenprall mit einem E-Roller schwer verletzt. Der Fahrer des Rollers hatte den Radweg demnach in der falschen Richtung befahren.

(ch/pa/dpa)
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